TSV 1860 Nach Fan-Aufstand: "Extreme Situation"

Christopher Schindler (rechts) erwischt mit den Löwen in Dresden keinen guten Tag. Foto: dpa

Die Fans des TSV 1860 München stoppen den Mannschaftsbus und stellen das Team zur Rede. Ein Spieler spricht mit der AZ über den Zwischenfall.

München - Die Löwenfans haben genug. Die 2:4-Niederlage bei Dynamo Dresden stellte einen neuen Tiefpunkt in dieser schwachen Saison dar. Für etwa 20 bis 30 Anhänger war der Auftritt in Sachsen Grund genug, ihrem unmut noch in der Nacht nach dem Spiel kundzutun. Also stoppten sie am Trainingsgelände um 4 Uhr morgens den Bus und forderten die Spieler auf, sich zu erklären.

Einige Löwen-Spieler kamen den Aufforderungen nach. So erlebte auch Christopher Schindler eine für ihn noch nicht dagewesene Situation: "Die Fans waren enttäuscht, und das kann ich auch verstehen. Allerdings war das am Anfang schon ein bisschen extrem, ein bisschen aggressiv. Mit der Zeit haben sich die Fans aber beruhigt und wir haben uns unterhalten", sagt Schindler zur AZ und erklärt auch gleich noch, worum es den Fans ging: "Sie wollten, dass wir nach dem Spiel zum Zaun kommen. Es gab aber eine klare Absprache, dass wir uns zwar fü die Unterstützung bedanken, aber nicht zum Zaun gehen. Wir wollen uns nicht jedes Mal beschimpfen lassen. Auch wenn das vielleicht gar nicht diejenigen Fans waren, die uns am Bus gestoppt haben."

 

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