TSV 1860 München Löwen-Trainer Ricardo Moniz vor dem Start der 2. Bundesliga: „Wir sind heiß“

Löwen-Trainer Ricardo Moniz vor dem Saisonauftakt gegen den 1. FC Kaiserslautern. Foto: AZ-Montage/dpa

Die Löwen starten gegen den 1. FC Kaiserslautern in die neue Zweitligasaison. Die AZ klärt die wichtigsten Fragen vor dem Duell am Montag.

 

München - Nach sechs harten Wochen Vorbereitung geht selbst Trainer Ricardo Moniz am Stock. Der Trainer hat sich bei einer Einheit selbst einen Muskelfaserriss zugezogen. „Das ist frustrierend, aber immerhin stehe ich ja nicht auf dem Platz“, meinte der Löwen-Coach am Sonntag.

Seine Mannschaft muss es Montagabend für ihn richten. „Wir müssen uns nicht verstecken, wir sind 1860 München. Die Mannschaft ist heiß darauf, dass es endlich losgeht“, versprach Moniz unmittelbar vor der Abfahrt seiner Mannschaft nach Kaiserslautern (20.15 Uhr/Sport1 und Sky).

Die AZ klärt die wichtigsten Fragen vor dem Liga-Start.

Wer soll endlich Tore schießen?

In fünf der letzten sechs Spiele gingen die Löwen gegen Kaiserslautern torlos vom Platz. Noch dazu fehlt den Löwen nach wie vor der angekündigte Torjäger, nachdem Yuya Osako, Benny Lauth und Moritz Stoppelkamp allesamt das Team verlassen haben. Richten sollen es jetzt Daniel Adlung, Rubin Okotie und Bobby Wood. Gleich drei Stürmer sollen bei Moniz auf dem Platz stehen und auch vom Mittelfeld erwartet Moniz Torgefahr.

Funktioniert Moniz’ System?

Das neue Spielsystem soll der Schlüssel zum Erfolg werden. Nach dem Motto „Nicht abwarten, gleich draufgehen“ setzt Moniz voll auf Angriff. Der Coach baut auf ein 4-3-3 und will den Gegner „dominieren“. Besonders wichtig für die Dominanz ist das spielstarke Mittelfeld um Edu Bedia, Ilie Sanchez und Julian Weigl. In der Vorbereitung zeigten die Löwen mit dieser Achse schon ansehnlichen Fußball.

Wer fällt bei 1860 aus?

Wichtige Säulen des neuen Systems sind die beiden neuen Spanier Edu Bedia und Ilie Sanchez. Beide haben sich letzte Woche im Training verletzt. Während Edu Bedia nach Knieverletzung wieder einsatzfähig ist, sieht es bei Sanchez nicht gut aus. Beim Abschlusstraining konnte er wegen seiner Oberschenkelverhärtung nicht voll trainieren. Moniz nimmt ihn trotzdem mit – und entscheidet kurz vor dem Spiel über einen Einsatz. Diese Löwen gehen angeschlagen ins Duell: Dominik Stahl (Knieverletzung), Grzegorz Wojtkowiak (Muskelverletzung), Moritz Volz (Beckenverletzung) und Stephan Hain (Knochenentzündung) fallen aus, zudem sind Moritz Volz (Hüft-Zerrung) und Kai Bülow (Sprunggelenksprobleme) nicht im Kader.

Sie wollen keine News zu den Löwen verpassen: Die AZ-Themenseite rund um den TSV 1860 München!

Wie schlagen die Neuzugänge ein?

Nicht nur für den Trainer steht der Zweitliga-Erstauftritt bevor, auch viele seiner Spieler debütieren in Liga 2. Gary Kagelmacher, Edu Bedia, Rubin Okotie, Maximilian Wittek und Leonardo stehen vor ihrem ersten Pflichtspiel. Zehner Edu Bedia ist die zentrale Anspielstation, und auch wenn Kagelmacher und Leonardo noch Trainingsrückstand haben, werden sie wohl zum Einsatz kommen.

Wie gefährlich ist Kaiserslautern?

Letztes Jahr hat Lautern trotz großer Ausgaben den Aufstieg knapp verpasst. Dieses Jahr spart Sportdirektor Stefan Kuntz. Die Top-Stürmer Simon Zoller und Mohamadou Idrissou haben den Verein verlassen, dennoch zählt der FCK zu dem erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten. Moniz sagt: „Ich bin mittlerweile 50. Wenn ich zurück denke, wie ich schon als Kind die Spiele in der Sportschau gesehen habe, die Stimmung auf dem Betzenberg – das sind Sachen, die du nicht vergisst.“

Das könnte Sie interessieren: Lauterns Manager Stefan Kuntz: „1860 ist der Favorit“

 

20 Kommentare