TSV 1860 mit Portugiesen einig AZ weiß: Vitor Pereira wird neuer Löwen-Trainer!

Vitor Pereira trainierte zuletzt Fenerbahnce Istanbul. Foto: dpa/AZ

Der neue Trainer des TSV 1860 wird Vitor Pereira heißen. Die Sechzger und der Portugiese sind sich einig, lediglich die Vertragsunterschriften fehlen noch.

 

München - Was mehrere übereinstimmenden Medienberichte besagten, wurde der AZ am Dienstagvormittag aus verlässlicher Quelle bestätigt: Der neue Trainer des TSV 1860 heißt Vitor Pereira! Lediglich die Vertragsunterschrift des Portugiesen fehlt noch. Der 48-Jährige war einst Assistent von Andre Villas-Boas, in seiner Laufbahn als Cheftrainer wirkte er beim FC Porto (2011 - 2013), bei Al Ahli (2013 - 2014), bei Olympiakos Piräus (Anfang bis Mitte 2015) und zuletzt bei Fenerbahce Istanbul.

Nun ist auch klar, warum Präsident Peter Cassalette kürzlich nach Mailand gereist war: Nicht wegen Roberto Di Matteo, sondern um den Deal mit Pereira festzuzurren. Pereira gilt allerdings als Wunschkandidat von Investor Hasan Ismaik, der sich zuletzt bei Sechzig mehr und mehr in die Geschicke der Vereinsführung eingemischt hatte.

Vitor Pereira: Charismatischer Heißsporn

Pereira gilt als starker Charakter, die deutsche Sprache beherrscht er allerdings nicht und wird auch in vielen weiteren Aspekten auf die Unterstützung den von Ismaik vorgesehenen Co-Trainer und Urlöwen Daniel Bierofka angewiesen sein. Auch sein Englisch ist nicht besonders ausgereift, wie das Video unten beweist.

In einer spektakulären Pressekonferenz bei seinem Ex-Klub Al Ahli wütet Pereira nach einem Spiel seiner Mannschaft nicht nur über einen seine Spieler und den Schiedsrichter, sondern auch über den Pressepsrecher des Klubs.

Als Pereira über einen einzelnen Spieler sprechen will, unterbricht ihn der Pressesprecher und mahnt ihn an, lediglich über den Spielverlauf zu sprechen. Pereira gibt zurück: "Mein Freund, ich rede, über was ich will" - klare Kante des 48-Jährigen, der sich den Mund nicht verbieten lassen will. "Nein, ich kontrolliere hier die Pressekonferenz", fällt ihm der Pressesprecher erneut ins Wort und bringt den Coach damit auf die Palme: "Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass mir jemand vorschreiben will, was ich zu sagen habe", schnauzt Pereira zurück - ob das gute Voraussetzungen für eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Bierofka und dem Geisinger Traditionsverein und auch für den Umgang mit Ismaik sind?

 
 

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