TSV 1860 Lauth: Von Giesing in die USA?

Benny Lauth kann sich einen Wechsel in die USA sehr gut vorstellen. Foto: sampics/Augenklick/az

Lauths Vertrag läuft aus, 1860 plant ohne ihn. „Vor zwei Jahren gab es schon die Möglichkeit, in die USA zu wechseln. Noch sind Benny und seine Familie ungebunden“, sagt sein Berater.

 

München - Schon in dieser Woche könnte eine Entscheidung fallen. Geht Benny Lauth oder bleibt er bei den Löwen? Bis zuletzt hat es keine tiefergehenden Gespräche zwischen den beiden Parteien gegeben. Dafür ist jetzt in dieser Woche Zeit. Dann ist Lauths Berater Robert Schneider (hat auch Bastian Schweinsteiger als Klienten) wieder in München und wird sich mit Gerhard Poschner zusammensetzen.

Da stellt sich die Frage: Was wollen die Löwen? Und was will Lauth? Schon länger denkt der 32-jährige Angreifer über einen Wechsel in die USA nach. Dieser könnte konkret werden – wenn die Löwen dem Torjäger nicht bald ein Angebot zur Verlängerung seines im Juni auslaufenden Vertrags vorlegen. Zwar würde Lauth gerne bei 1860 bleiben, aber nicht um jeden Preis. Benny goes USA!

Lauth selbst war einmal in den USA. „In Las Vegas“, sagte er am Montag zur AZ und fügte scherzhaft hinzu: „Leider haben die keinen Fußballverein.“ Dafür ist es um sein Englisch gar nicht so schlecht bestellt: „Das hatte ich ja in der Schule“, sagte Lauth und grinste vielsagend.

Lauth weiß von ehemaligen Löwen-Spielern wie Rob Friend (spielt für Los Angeles Galaxy) oder Andreas Görlitz (seit März bei den San Jose Earthquakes), welche Vorteile die USA bieten. Auch wenn deutsche Spieler dort nicht immer Unsummen verdienen.

Um Geld geht es Lauth aber nicht. Er will einfach nur spielen. Und etwas anderes ausprobieren – wenn die Zeit bei den Löwen ablaufen sollte. Lauth-Berater Robert Schneider sagt zur Zukunft seines Schützlings: „Die Würfel sind noch nicht gefallen. Vor zwei Jahren gab es schon die Möglichkeit, in die USA zu wechseln. Noch sind Benny und seine Familie ungebunden.“ Sohn Liam ist erst 3, muss in absehbarer Zeit noch nicht in die Schule.

Zumal Lauth bereits vor vier Jahren sagte: „Mit 33 oder 34 könnte ich mir vorstellen, noch das eine oder andere Jahr in die USA zu gehen. Das ist ja auch keine Blinden-Liga mehr und würde mich schon reizen.“ Lauth ist jetzt 32.

Doch was wollen die Löwen? Die spielen weiter auf Zeit. Poschner will sich nicht in die Karten schauen lassen. Poschner will Lauth bald eine Entscheidung mitteilen. Er habe sich Lauth jetzt länger aus der Nähe anschauen können, ein gutes Meinungsbild gemacht. Poschner will sich offiziell nicht mehr zu Lauth äußern – bis der Fall abgeschlossen ist. So deutet derzeit alles darauf hin, dass die Löwen nicht mehr länger mit Lauth planen. Zumal der Angreifer kaum zum Einsatz kommt.

Dabei stehen die Fans weiter hinter ihrem Liebling. Auch wenn er seit dem 9. August nicht mehr getroffen hat. Beim Sieg in Fürth feierten ihn die Anhänger mehrfach, wollten unbedingt seine Einwechslung. Von Ahlen aber reagierte darauf nicht, brachte statt Lauth Bobby Wood und sagte später: „Ich habe die Rufe gar nicht gehört.“

Dafür hört Lauth die Rufe aus den USA. Und hat sich innerlich längst dazu entschlossen, die Löwen zu verlassen.

 

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