TSV 1860 Investor Ismaik: Seine Löwen-Pläne

Feiert am Freitag seinen 39. Geburtstag: Hasan Ismaik Foto: dpa

Der Jordanische Investor kündigt in München an: Zwei Neue, Pläne für ein eigenes Stadion, und mehr Unterstützung für die Nachwuchsförderung

 

München - Er ist wieder da: Hasan Ismaik, Gesellschafter des TSV 1860, weilt seit Mittwoch in München. „Wenn man eine Firma hat, muss man sich darum kümmern. Manchmal passiert etwas, das eine Lösung erfordert“, erklärte Ismaik in der „SZ“ bevor er sich mit den Vereinsbossen traf.

In den Gesprächen wurde die Vergangenheit aufgearbeitet. Die kommende Saison steht ganz im Zeichen der sportlichen Konsolidierung. „Unsere Strukturen sind jetzt stabil“, sagt Ismaik, der nach wie vor zu seinem Engagement bei den Löwen steht: „Es gibt vier Jahreszeiten und ich liebe alle, genauso ist der TSV 1860.“

Die Löwen der Vier-Jahreszeiten-Verein? Mal eitler Sonnenschein, mal stürmisch, mal eisig. Auf der Agenda standen strukturelle Themen, wie die Neubesetzung des Beirats beziehungsweise des Aufsichtsrats. „Die Position von Noor Basha wird Ulrich Bez übernehmen“, so Ismaik, Der ist Unternehmer in der Automilbranche. In der Vergangenheit hatte der arabische Milliardär allerdings nur wenig Interesse an seinem fußballerischen Investment, 2014 war er zuletzt in München. „Es geht nicht nur um einen Sportdirektor, es geht um einen neuen Plan für den ganzen Klub. Das Management braucht Unterstützung, wir müssen eine Lösung für alle Probleme finden.”

Doch welche Probleme meint der Investor überhaupt? Das wurde am Donnerstag klar. In einer Pressemitteilung wurden die Themen, die bei den Gesprächen angegangen wurden, aufgelistet.

Sportliche Planung und Ausrichtung: Zumindest zwei zusätzliche Verpflichtungen.

Das Löwen-Team: Es soll eines mit Gesicht und Perspektive sein – Konzentration auf den eigenen Nachwuchs/elf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in der Profi-Mannschaft.

Löwen-Stadion: Ismaik unterstützt ausdrücklich die Initiative eines eigenen Stadions – die Standortsuche läuft/Es werden konkrete Gespräche mit der Stadt geführt.

Nachwuchsleistungszentrum: Die Bedeutung des Leistungszentrums soll verstärkt werden mit dem Bestreben, möglichst viele eigene Nachwuchsspieler in die Profi-Mannschaft zu führen > gezielte Investitionen in die Infrastruktur des Trainingsgeländes.   

 

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