TSV 1860 Internet-Petition gegen Löwen-Investor Ismaik

Gehen oder bleiben? Löwen-Investor Hasan Ismaik. Foto: sampics/Augenklick

1860-Investor Hasan Ismaik erklärte kürzlich zwei Bedingungen, bei deren Eintreten er seine Anteile an den Löwen verkaufen werde - über 50 Prozent der Fans gegen ihn und sein gesamtes Geld zurück. Eine Petition zur Fan-Abstimmung läuft schon.

 

München - Es ist bisher eine Beziehung voller Missverständnisse. Investor Hasan Ismaik fragt sich angesichts seiner Investitionen von 38,3 Millionen Euro (zurecht), warum die Löwen keinerlei Ertrag daraus schlagen konnten und derzeit am Abgrund in Richtung Dritte Liga stehen.

Bei den Löwen wiederrum ist man ob der Methoden des schwerreichen Jordaniers entzürnt, der während der vergangenen Jahre wichtigen Entscheidungen oft auf den letzten Drücker traf und nie ein klares Konzept präsentierte - und dazu 50+1-Regel nicht akzeptieren wollte. Auch nachvollziehbar, warum sich die zahlreichen Löwen-Funktionäre, deren Fluktuation in ihren Ämtern ihresgleichen sucht, in den vergangenen Jahren wohl öfter einen anderen Investor wünschten.

Soll Hasan Ismaik sein Engagement beenden?

Nun hat Ismaik konkretisiert, in welchem Falle sich aus seiner Sicht die Wege trennen würden und zwei Bedingungen gestellt: Eine Mehrheit der Löwen-Fans müsste gegen ihn sein und er müsste seine knapp 40 Millionen Euro zurückerhalten - dann wäre er zu einem Verkauf seiner Anteile bereit.

Um den ersten Punkt haben sich die Fans bereits bemüht: Auf dem Online-Portal "Change-org" hat ein Löwen-Anhänger eine Petition ins Leben gerufen, die Ismaik zeigen soll: Die Fans wollten den 39-Jährigen nicht mehr. Man wolle ein kraftvolles Zeichen geben, heißt es dort. Am Mittwoch-Nachmittag hatten bereits knapp tausend Fans an der Abstimmung teilgenommen.

 

 

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