TSV 1860 in der Dritten Liga Nach Pöbeleien: Halle kritisiert Löwen-Sicherheitskonzept

Alles im Blick: das USK der Münchner Polizei vor dem Grünwalder Stadion. Foto: pm

Nach den Pöbeleien rund um das Sechzig-Spiel verweist der Fanbeauftragte des Halleschen FC auf angebliche Mängel im Sicherheitskonzept des TSV 1860.

 

München/Halle - Der Hallesche FC hat in Person seines Fanbeauftragten nach dem Drittliga-Spiel beim TSV 1860 (1:1) Kritik am Sicherheitskonzept der Sechzger geübt.

Kritik von Halle am TSV 1860

Der Fanbeauftragte des HFC, Andreas Wolf, kritisierte laut "Mitteldeutscher Zeitung", dass die Trennung der beiden Fanlager nicht gut funktioniert habe. So seien die Gästefans vor dem Grünwalder Stadion unmittelbar vor einer 1860-Fankneipe gesammelt worden. Tatsächlich ist gegenüber der Ostkurve eine bekannte Fankneipe der Löwen. Und vor dem Spiel bepöbelten sich einzelne Anhänger beider Vereine über die Grünwalder Straße hinweg gegenseitig. Die Polizei trennte diese Anhänger durch wie eine Mauer aufgestellte Streifen- und Mannschaftswagen. (Lesen Sie auch: Körperverletzungen und sieben Festnahmen - die Polizeibilanz zum Löwen-Spiel gegen Halle)

"Da kommt es natürlich zu Provokationen von beiden Seiten", erklärte Wolf zu der seiner Meinung nach suboptimalen Fantrennung durch Sechzig. Richtig sei, hieß es in einer Erklärung des HFC auf dessen Homepage, "dass mehrere Fans offenbar in ihrer Euphorie des Hinrundenhöhepunkts den Alkoholgenuss bei der Anreise übertrieben haben und sich Leute auf der Haupttribüne daneben benahmen".

Zur Einordnung: Während des Spiels hatte auf der Haupttribüne das Unterstützungskommando (USK) der Münchner Polizei anrücken müssen, weil die Ordner einzelne Pöbler nicht beruhigen konnten, die ferner vereinzelt handgreiflich gegenüber den Ordnern wurden.

Einzelne Halle-Fans benahmen sich daneben

"Da ist es kurzzeitig leicht eskaliert, aber die Polizei hat gleich gut reagiert und die Verursacher abgeführt", erklärte Wolf laut "Mitteldeutscher Zeitung" weiter. Die Polizeibilanz zum Spiel liest sich anders: Demnach wurden sieben Anhänger des HFC vorläufig festgenommen, einen weiteren nahmen die Beamten in Gewahrsam. Neben Körperverletzungsdelikten ging es dabei auch um Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.

Ferner betätigten "randalierende Fußballfans" (MVG) mehrfach den Nothalt in einem U-Bahn-Sonderzug, weswegen der Verkehr auf den Linien U1 und U2 vorübergehend zum Erliegen kam - mit entsprechenden Rückstaus.

Der Hallesche FC verwies in seiner Stellungnahme darauf, dass zur "Beruhigung der Gemüter" auch "die Leistung des Schiedsrichters nicht" beigetragen habe.

 

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