TSV 1860 Hinterberger kürt den Superschreier

Florian Hinterberger: Rauswurf am Freitag! Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Im Internationalen Jugendzentrum in Haidhausen brüllen sich Jugendliche die Seele aus dem Leib. Der 1860-Sportdirektor kürt am Ende den Sieger - und bringt einen Spieler mit.

 

München Es klingt schräg, aber nach jeder Menge Spaß. Am Mittwoch, den 23. Oktober ab 14 Uhr ist zum dritten Mal der deutschlandweit einzigartige Schreiwettbewerb im Internationalen Jugendzentrum Haidhausen in der Einsteinstraße 90.

Dabei geht es um Folgendes: In jeweils zwei Altersgruppen (10 bis 13 Jahre und 14 bis 17 Jahre) brüllen Münchner Mädchen und Jungen so laut es geht in ein Schallpegelmessgerät. Die drei Lautesten einer jeden Altersgruppe erhalten Siegerpokale, jeder Teilnehmer obendrein eine Urkunde mit dem Ergebnis der Lautstärkemessung. MSDS – München sucht den Superschrei sozusagen.

Der Wettbewerb klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas schräg – gleichwohl hat er einen durchaus ernstzunehmenden Hintergrund. In vielen Verhaltens- und Psychotherapien wird Schreien, nicht zuletzt wegen seiner befreienden und kathartischen Wirkung, eingesetzt. Aggressionsabbau in einer kuriosen Wettbewerbssituation ist ein Ziel des Münchner Schreiwettbewerbs. Im Vordergrund steht allerdings der Fun- und Eventcharakter.

Wer also schlägt den Rekord der 16-Jährigen Jessica mit 119,8 Dezibel (so laut wie ein startendes Düsenflugzeug)? Den Sieger kürt am Ende Florian Hinterberger. Wahrscheinlich wird der Sportdirektor des TSV 1860 am Mittwoch auch den Mittelfeldspieler Stefan Wannenwetsch im Schlepptau haben. Das hängt davon ab, ob Wannenwetsch nach seinem Zehenbruch am Training teilnehmen kann. Die beiden kommen gegen 16 Uhr. Hinterberger und Wannentwetsch sollen die Siegerehrung übernehmen sowie die Verlosung eines von allen Lizenzspielern signierten TSV 1860-Trikots. Und sicherlich werden sie auch das Schallpegelmessgerät ausprobieren – brüllende Löwen, was liegt näher?

Wettkampf-Regeln

1. Gestartet wird in zwei Altersgruppen, nach Mädchen und Jungen getrennt: jeweils 10 bis 13 Jahre und 14 bis 17 Jahre.

2. Geschrien wird ausschließlich im Matchfield ausschließlich durch das Sichtfenster in das Mikrofon unseres Aufnahmegerätes.

3. Hinauslehnen verboten! E pericolosa sporgersi! Do not lean out!

4. Jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer hat exakt zwei Versuche und für beide Versuche insgesamt 60 Sekunden Zeit.

5. Der Aufnahmeleiter gibt ein Startsignal. Schreie ohne dieses Signal sind ungültig und haben die unmittelbare Disqualifikation zur Folge.

6. Das Tragen der bereitgestellten Lärmschutzkopfhörer ist Pflicht.

8. Nur die jeweilige Starterin/der jeweilige Starter hat Zugang zum abgesperrten Bereich, dem Matchfield.

9. Die Wettkämpfer dürfen während der Aufnahme nicht vom Publikum gestört werden.

10. Außerhalb der Wettkampfhalle (also auf dem gesamten Gelände des IJZ) sind Schreiversuche welcher Art auch immer untersagt.

11. Die drei Sieger einer jeden Altersgruppe werden mit Meisterpokalen ausgezeichnet. Die Urkunden aller anderen Platzierten können bis Ende November 2013 im IJZ abgeholt werden.

12. Die Ergebnisse und die Urkunden für die Wettkämpfer werden erst nach Abschluss der Veranstaltung öffentlich, nicht eher. Zwi-schenstände werden nicht bekannt gegeben.

13. Bei einem etwaigen Lautstärkegleichstand entscheidet ein Stechen.

 

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