TSV 1860 gegen FC Bayern II Appell von Mauersberger: Keine Pyro und Gewalt im Derby

Stieg mit dem TSV 1860 aus der 2. Liga ab - und blieb: Jan Mauersberger. Foto: imago/MIS

Vor dem Derby zwischen dem TSV 1860 und dem FC Bayern II ermahnt Jan Mauersberger die sogenannten Problem-Fans unter den Löwen-Anhängern zu einem fairen Verhalten während des Spiels.

München - Jan Mauersberger wurde einst in der Jugend des FC Bayern ausgebildet, spielte auch für die zweite Mannschaft des Rekordmeisters. An diesem Sonntag wird er, sollte der Innenverteidiger nach muskulären Problemen vollständig fit sein, im Derby in der Regionalliga Bayern das Trikot des TSV tragen.

Mauersberger weiß um die Brisanz

Der 32-Jährige weiß als gebürtiger Münchner vor der Partie am Sonntag (15 Uhr/im AZ-Liveticker) freilich um die Brisanz. "Ich versuche auszublenden, dass ich Freunde im roten und blauen Fan-Lager habe", sagte der Abwehrmann im Gespräch mit der AZ. Und er richtete nach den Vorkommnissen in Augsburg einen Appell an alle Fans, die im Grünwalder Stadion sein werden - Mauersberger sprach mit der AZ über:

...über den Derby-Charakter: "Für mich ist es eher ein halbes Derby. Ich verstehe die Brisanz natürlich, aber konzentriere mich hauptsächlich auf einen sehr, sehr starken Gegner. Ich versuche auszublenden, dass ich Freunde im roten und blauen Fan-Lager habe. Das Spiel findet natürlich Beachtung in ganz Deutschland. Das heißt für mich: 1860, die Mannschaft und die Fans haben die Chance, sich von ihrer besten Seite zu zeigen und so manche Probleme in der Vergangenheit und auch Vorurteile vergessen zu machen." 

...über 16 Punkte Vorsprung auf die Bayern: "Besser oder schlechter, darum geht es nicht. Wir wissen, dass es ein enges Spiel wird und werden die Bayern nur aufgrund der Tabellensituation auf gar keinen Fall unterschätzen. Wir haben in Augsburg verloren und wollen zurück in die Spur finden."

Kam im Januar 2016 vom KSC zum TSV 1860: Jan Mauersberger.Wechselte im Januar 2016 vom KSC zum TSV 1860: Jan Mauersberger. (Foto: imago/foto2press)

...über seine Verbindung zum FC Bayern: "Der Kontakt zu Bayern ist über die Jahre immer weniger geworden. Niko Feldhahn habe ich über die Jahre immer wieder getroffen, der hat ja eine ähnliche Vergangenheit wie ich, obwohl wir nie zusammengespielt haben. Privaten Kontakt habe ich aber zu niemandem." 

...über etwaige Ausschreitungen: "Ich erwarte von unseren Fans einen vorbildlichen Support, damit schließe ich auch Auseinandersetzungen aus. Sie haben uns zuhause bisher perfekt unterstützt, solche Vorfälle wie in Augsburg verurteile ich genauso, wie es die Verantwortlichen getan haben. Wahrscheinlich alle von uns müssen viele Kompromisse für die Regionalliga eingehen, damit der Verein überlebt. Pyro ist schlicht verboten und das bewusste Schädigen des Vereins ist - speziell in unserer Situation - unverständlich."

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