TSV 1860 Franz Beckenbauer: "Wir wollen, dass es 1860 gut geht!"

Franz Beckenbauer über eine Verpflichtung von Manuel Neuer: „Man hätte vielleicht eher handeln müssen" Foto: dpa

MÜNCHEN - Franz Beckenbauer hat sich im Exklusiv-Interview mit „Bundesliga Aktuell“ ausführlich zur derzeitigen Situation beim FC Bayern, einer möglichen Verpflichtung von Mats Hummels sowie Unterstützung für den Lokalrivalen 1860 München geäußert.

 

Franz Beckenbauer...

auf die Frage, ob die Meisterschaft für den FC Bayern noch möglich sei:

„Ich weiß nicht, ob es realistisch ist, wenn man heute von der Meisterschaft spricht oder sagt, dass man in der Rückrunden den Versuch unternehmen will, aufzuholen. Ich glaube, dass es realistischer ist, sich mit dem zweiten Tabellenplatz zu beschäftigen. Der Vize-Meister ist auch etwas und das bedeutet vor allem, dass man sich direkt für die Champions League qualifiziert. Und das ist eigentlich das Ziel des FC Bayern, nächstes Jahr wieder in der Champions League dabei zu sein.“

auf die Frage, ob Mats Hummels eine mögliche Verstärkung für die zuletzt wenig stabile Münchener Innenverteidigung sei:

„Der Hummels ist ja ein bayrisches Gewächs. Wir haben ja gerade in der Innenverteidigung ein bisschen Probleme und die aktuelle Zusammenstellung ist natürlich auf die Dauer ein Risiko. Ein Tymoschuk ist kein Innenverteidiger – Er spielt zwar gut, aber auf Dauer ist es das nicht. Ein Breno ist ein großartiges Talent, aber macht immer mal wieder den ein oder anderen Fehler, die dann, wie auf Schalke, auch zu Gegentoren führen. Bei van Buyten weiß man nicht und auch bei Demichelis ist offen, ob er noch mal Lust hat, hier zu spielen. Wenn alle vier hier bleiben und ihre beste Leistung bringen, dann kann Hummels in Dortmund weiterspielen.“

auf die Frage, ob der FC Bayern dem finanziell angeschlagenen Lokalrivalen 1860 München unter die Arme greifen sollte:

„1860 München ist ein Traditionsklub, der zu München passt. Wenn es im Rahmen ist, sollte man den 60ern helfen, aber sie müssen natürlich auch die Hilfen annehmen und sich dann auch ein bisschen vom FC Bayern beraten lassen. Das würde Ihnen auch ganz gut zu Gesicht stehen. Man muss sich doch manchmal wundern, wenn man die schlechten Zahlen hört. Am Anfang der Saison haben sie zum Teil sehr erfolgreich gespielt und da waren 30.000 oder 40.000 Zuschauer im Stadion. Von daher ist das Potenzial da, die Stimmung ist da, die Zuschauer würden kommen und dann kommen auch die Sponsoren. Das ist ein Teufelskreis, man muss halt nur in die richtige Schiene kommen. Der FC Bayern hat da keine Hintergedanken, der FC Bayern will, dass es den 60ern gut geht, damit sie das Stadion ausfüllen und das Stadion lebt.“

 

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