TSV 1860 Die besten Löwen aller Zeiten: Das offensive Mittelfeld

Abedi Pele im Dress des TSV 1860. Foto: Thomas Gaulke

Wer gehört zu den besten Löwen aller Zeiten? Wer gehört in die Jahrhundert-Elf? Sie entscheiden. Heute wähelen Sie die besten offensiven Mittelfeldspieler in Blau.

Es geht immer weiter nach vorne. Das offensive Mittelfeld, eine Position auf dem Spielfeld, auf der heute natürlich auch Spielmacher daheim sind, auf der sich früher aber auch die so genannten Halbstürmer tummelten, als die Taktik noch auf fünf Offensiv-Spieler ausgerichtet war. Wählen Sie täglich Ihren Favoriten.

Relegationsheld starb viel zu früh

Hans Haunstein (1975 bis 1979): Gebürtiger Wiener, kam aus Karlsruhe. Erzielte im April 1977 einen lupenreinen Hattrick, drei Tore in einer Viertelstunde beim 6:0 gegen Völklingen. Relegations-Held 1977 gegenBielefeld.

Nach dem 0:4, als viele resignierte Löwen-Fans ihre Eintrittskarten für das Rückspiel schon verschenkt hatten, schoss er vor der Halbzeit das wichtige 2:0, Endstand 4:0. Auch beim 2:0 im Entscheidungsspiel war er auf dem Platz. Nach Ende der Karriere Schreibwarenhändler in Harlaching, starb 2000 mit nur 49 Jahren

Von Giesing nachGlonn

Matthias Imhof (1993 bis 1995): Kam von den Stuttgarter Kickers, rechtzeitig, um mit den Löwen in die Bundesliga aufzusteigen. Einer der Garanten für die erfolgreiche Zweitliga-Saison, einer der Aufstiegshelden von Meppen, mit dabei 1994 beim 1:0, das die Rückkehr in die Bundesliga sicherte.

Bitter: Drei Wochen vor Bundesliga-Auftakt riss er sich imKnie die Bänder, kam danach nicht mehr zurück. 1995 lief sein Vertrag aus, später spielte er noch beim SC Baldham, trainierte den ASVGlonn. Mitglied in der Traditionself.

Bayerns erster Gegentreffer

Timo Konietzka (1965 bis 1967): Der Mann der frühen Tore. 1963 erzielte er nach 50 Sekunden den allerersten Treffer der neuen Bundesliga. Für Dortmund, beim 3:2 gegen Bremen. Auch nach dem Wechsel zu den Löwen traf er prompt.

Das 1:0-Siegtor imDerby am ersten Spieltag nach wenigen Sekunden war das erste Tor, das die Bayern in ihrer Bundesliga- Geschichte kassierten. Jetzt sind es 1781. Konietzka zog es in die Schweiz, dort betreibt er mit seiner Frau Claudia den Gasthof „Ochsen“ am Vierwaldstätter See.

Zurückgezogen im Ruhrpott

Hennes Küppers (1961 bis 1968): Spielte in der damaligen Position des Halbstürmers, erzielte 47 Tore in 120 Bundesliga-Spielen. 1968 wechselte er der besseren Perspektive wegen nachNürnberg. Die waren damals Deutscher Meister – und stiegen prompt ab. Küppers ging nach Österreich zum SV Wattens.

Zurück in Essen arbeitete er nach der Karriere in einer Großbäckerei. Zu den alljährlichen Treffen der Meister-Löwen kommt er zum Bedauern seiner alten Mitspieler nie, er lebt zurückgezogen in seiner Heimatstadt Essen

Sie sangen A, sie sangen B...

Abedi Pele (1996 bis 1998): Echter Weltstar, mit ihm kam Spielkultur nach Giesing. Champions League-Sieger mit Marseille, dreimal Afrikas Fußballer des Jahres, 73 Länderspiele für Ghana. Topverdiener mit 1,7Millionen Mark Jahressalär.

Schoss 20 Sekunden vor Schluss das entscheidende Tor beim Europacup- Comeback der Löwen im September 1997 im trostlosen Tampere beim 1:0 gegen Jazz Pori. Publikumsliebling, der die Fans zu einem der schönsten Gesänge inspirierte: „Wir singen A, wir singen B, wir singen A-Be-Di Pele.“

 

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