TSV 1860 Beeck bleibt Löwen-Boss – bis zum Aufstieg

Gesprngtes Trio: Präsident Rainer Beeck (Mi.), Sportdirektor Miki Stevic (li.) und Ex-Geschäftsführer Manfred Stoffers. Foto: dpa

In der AZ verrät der Flughafen-Manager, dass er sich für eine zweite Amtszeit zur Verfügung stellen will – aus Pflichtgefühl: „Ich habe gedacht, dass wir schneller auf die Erfolgsspur kommen.“

 

MÜNCHEN Es gab wahrlich schon entspanntere Tage beim TSV 1860: Der Stadion-Zoff mit dem FC Bayern um von den Löwen nicht gezahlte Cateringkosten, die folgenschwere Fan-Attacke auf Schiedsrichter Wingenbach in der Allianz Arena (mit der Konsequenz, zwei Spiele unter teilweisem Zuschauerausschluss austragen zu müssen), der verpasste Bundesliga-Aufstieg im Jubiläumsjahr – und nun hält auch noch der bislang durch nichts erwiesene Verdacht der Wett-Manipulation die Löwen in Atem. Beim 0:1 gegen Ahlen am 8. Februar könnte es laut einer DFB-Pressemitteilung möglicherweise zu einer beabsichtigten Spielmanipulation gekommen sein. Die Löwen im Wett-Sumpf?

Themen, die sich Präsident Rainer Beeck gerne schenken würde. Erst recht, weil im Sommer die großen Feierlichkeiten zum 150-jährigen Vereinsjubiläum anstehen. Ein Fest, das allen Anhängern positiv in Erinnerung bleiben soll.

Zuvor will Beeck, dessen erste Amtszeit als 1860-Boss am 27. März abläuft, sich allerdings als Präsident bestätigen lassen. „Am 21. März haben wir eine Aufsichtsratsitzung“, verriet Beeck der Flughafen-Manager der AZ, „im Rahmen dieses Treffens soll alles klar gemacht werden.“ Auch seine beiden Vize-Präsidenten Franz Maget und Michael Hasenstab wollen weitermachen.

Aufzuhören beim TSV 1860, das mag sich Beeck noch nicht vorstellen, solange seine Ziele nicht erreicht sind. „Ich bin schon so ehrgeizig“, sagt er, „dass ich sage, dass ich den Aufstieg noch erkämpfen will. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir das anders vorgestellt. Ich habe gedacht, dass wir schneller auf die Erfolgsspur kommen.“

Kämpfer Beeck – er bleibt, bis 1860 aufsteigt.

Und einer soll Beecks Pläne verwirklichen: Ewald Lienen. Obwohl der Trainer nicht die Ergebnisse lieferte, die man sich vorstellte, und Lienen bei einigen Funktionären (u.a. Franz Maget) auch durchaus kritisch gesehen wird, soll der Ex-Profi seinen Vertrag beim TSV 1860 bis Sommer 2011 erfüllen. „Natürlich haben wir uns das alle anders vorgestellt. Aber der Ewald“, sagte Beeck zur AZ, „steht bei mir außer jeglicher Kritik. Er ist unser Mann für den Aufstieg. Was hat es denn in den letzten Jahren 1860 gebracht, immer wieder den Trainer auszutauschen? Nix. Wir vertrauen Lienen. Wir schaffen das mit ihm.“

Oliver Griss

 

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