TSV 1860 baut Vorsprung aus Kontrahent gratuliert Sechzig schon zur Meisterschaft

Im Jubel vereint: die Spieler des TSV 1860 in der Regionalliga Bayern. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Das passt Daniel Bierofka gar nicht: Bernd Kunze, Coach des FC Memmingen, gratuliert dem TSV 1860 nach der Niederlage der Allgäuer im Grünwalder Stadion schon zur Meisterschaft in der Regionalliga Bayern - und das noch vor der Winterpause.

München - Daniel Bierofka hat ein Sonar für Strömungen, die seine Mannschaft negativ beeinflussen könnten. Zu viel Lob und Gegner, die, direkt gesprochen, abschenken, sind sicherlich Kriterien. Und so musste der Coach des TSV 1860 schon wieder einen Trainerkollegen bremsen, der über die Löwen schwärmt - und den Giesingern die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern prophezeite. Wohl gemerkt, im November.

"Ich kann Daniel Bierofka nur gratulieren"

Sein Name: Bernd Kunze. Der Coach des FC Memmingen offenbarte nach der Niederlage der Allgäuer im Grünwalder Stadion, wie wenig die Konkurrenz daran glaubt, den Sechzgern wirklich Einhalt gebieten zu können. Sein Statement war nur die Meinung eines einzelnen, und doch symptomatisch.

Trainer des FC Memmingen: Bernd Kunze.Trainer des FC Memmingen: Bernd Kunze. (Foto: imago/foto2press)

"Wir haben eindringlich davor gewarnt, dass Sechzig ein sehr schnelles und brutales Umschaltspiel hat. Da sind wir reingelaufen. Und auch vor der Standardstärke haben wir gewarnt. Und dann haben wir ein Standardtor gefangen", sagte Kunze nach dem 0:2 beim TSV 1860. "Ich kann Daniel Bierofka nur gratulieren. Ich denke, es wird eine klare Sache mit der Meisterschaft. Und ich kann ihm nur alles Gute für die Aufstiegsspiele wünschen."

1860-Übermacht in der Regionalliga Bayern

Bierofka wäre nicht Bierofka, hätte er nicht sofort entgegnet. "Wenn wir spielen, wie in der zweiten Halbzeit, wird es schwierig mit der Meisterschaft", meinte der 38-Jährige und übte harsche Kritik an der Leistung seiner Mannschaft: "Nach der Halbzeit haben wir total naiv und planlos gespielt, keine Ruhe in der Spieleröffnung gehabt, den Ball hektisch nach vorne gespielt."

Fakt ist: Der Vorsprung der Giesinger (44 Punkte) auf den ersten Verfolger FC Ingolstadt II (36) beträgt nunmehr acht Punkte. Aber: Der Löwen-Coach hält die Konzentration und die Schlagzahl hoch. Auch, oder vielleicht erst Recht, weil Teile der Konkurrenz vor der Sechzig-Übermacht in der Regionalliga Bayern klein beigeben. 

 

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