TSV 1860 Aigner gegen Volland – und die Löwen sind dabei

Einst ein Löwe, heute in Hoffenheim: Kevin Volland Foto: Rauchensteiner/AK

Die beiden früheren Löwen-Stars Kevin Volland und Stefan Aigner: Die Ex-Sechzger treffen aufeinander – und die Ex-Kollegen schauen genau hin.

 

Für die Löwen ist am Samstag Regeneration angesagt, lockeres Auslaufen nach dem Spiel gegen Duisburg. Einige Spieler werden danach jedoch gespannt in Richtung Sinsheim blicken, wo die beiden früheren Löwen-Stars Kevin Volland und Stefan Aigner beim Bundesliga-Spiel Hoffenheim gegen Frankfurt (15.30 Uhr, live bei Sky und Liga total) aufeinander treffen.

1860-Verteidiger Christopher Schindler setzt sich sogar ins Auto und fährt die knapp 300 Kilometer; andere, wie Daniel Bierofka, verfolgen das Spiel vor dem Fernseher. „Den ersten Schritt haben beide geschafft, sie stehen in der Startelf“, sagt Bierofka, der sich im Duell der Ex-Löwen ein 1:1 wünscht, „mit den beiden als Torschützen“. Wobei er anmerkt: „Für Frankfurt wäre das das nächste Ausrufezeichen, für Hoffenheim verlorene Punkte. Sie stehen schon jetzt ganz schön unter Druck.“

Nach dem peinlichen 0:4 beim Viertligisten Berliner AK in der ersten Pokal-Runde (dort spielt 1860 in Runde zwei), verlor Hoffenheim auch das erste Ligaspiel 1:2 in Gladbach. Die Eintracht leistete sich zwar ebenfalls ein bitteres Pokal-Aus (0:3 beim Zweitligisten Aue), doch zum Saisonauftakt gab es ein überraschendes 2:1 gegen Leverkusen – Aigner schoss dabei sein erstes Bundesliga-Tor. „Das hat mich riesig für ihn gefreut“, sagt Ex-Kollege Benny Lauth aus der Ferne, „aber überrascht hat mich das nicht. Er ist jetzt viel reifer und erfahrener geworden. Ich denke, er kann sich langfristig durchsetzen.“ Lauths Tipp fürs Spiel tendiert allerdings in Richtung Volland: „1:0, wobei ich gegen ein Unentschieden auch nichts hätte.“

Ganz salomonisch wäre Volland nun also mit einem Erfolgserlebnis dran, nachdem Aigner in der vergangenen Woche abräumte. Als erster Torschütze der Saison bekam er eine Feder von Eintracht-Adler Attila geschenkt, „die hängt jetzt in meinem Spind und soll Glück bringen“, erzählte er. Und nach dem gelungenen Einstand lud er die Mitspieler wozu ein? „Natürlich zum Weißwurstessen“, sagte er und erhielt prompt ein Lob von Trainer Armin Veh, der als Augsburger zwar Schwabe ist, trotzdem aber im Spaß sagt: „Den Aigner habe ich nur geholt, weil er auch aus Bayern kommt. Damit ich nicht ganz so allein bin. Er ist also ein Quotenspieler. Und ein richtig guter, er hat schnell kapiert, was wir von ihm wollen.“

 

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