TSV 1860 1860: Rakic nörgelt über Maurer

Löwen-Stürmer Rakic Foto: sampics/Augenklick

MÜNCHEN - Feierstimmung herrscht beim TSV 1860 nach dem Punktabzug durch die Liga sowieso nicht, aber Löwen-Stürmer Djordje Rakic wirkte am Donnerstag besonders angefressen. Der Angreifer hätte gerne mehr Unterstützung vom 1860-Coach .

 

Allein ging Djordje Rakic zum Trainigsplatz, er schaute genervt und grüßte die Trainings-Kiebitze auch nur leise. Gar nicht wie sonst mit einem lauten „Servus“. Rakic wirkte verwirrt. Weil es zuletzt bei ihm überhaupt nicht rund gelaufen war und er schon seit Mitte September auf seinen fünften Saisontreffer warten muss? Das letzte Mal hatte der Serbe beim 2:1-Sieg in Düsseldorf getroffen; am trainingsfreien Dienstag übte der 24-Jährige sogar für sich allein Torschüsse.

Doch der Grund ist ein anderer: Reiner Maurer hatte tags zuvor über Rakic’ aktuelles Leistungsvermögen geurteilt. Der Löwen-Trainer sieht den Angreifer – wenn wundert’s? – momentan in einem „kleinen Tief“. Der Trainer findet das aber ganz normal, weil „Rakic die komplette Vorbereitung mit dem Team nicht mitgemacht hat“. Maurer bestätigte nun nochmals, dass er darüber nachdenkt, Rakic am Samstag gegen Bielefeld (13 Uhr, Liveticker bei www.abendzeitung.de) auf die Bank zu setzen.

„Ich glaube, das war vom Trainer ein Witz, er wollte mich damit nur anstacheln“, sagte Rakic trotzig, „es gibt überhaupt keinen Zweifel an meiner körperlichen Fitness. Ich bin hundertprozentig fit, sehr motiviert. Ich hoffe der Trainer wird das in den nächsten Spielen sehen.“ Auch von der offenkundigen Torkrise will Rakic nichts wissen. „Alles ist okay, ich fühle mich gut, ich lache darüber. Manchmal trifft man nicht als Stürmer das ist ganz normal. Auch Messi spielt nicht immer gut. Ich habe wenig gespielt in den letzten Spielen“, sagte Rakic und fügte hinzu: „Wenn du nicht triffst, dann müsstest du Unterstützung kriegen. Ich bin traurig, dass es nicht so ist. Ich bin in keiner Krise. Ich erwarte, dass ich am Samstag in der Startelf stehe. Warum auch nicht?“

Reinhard Franke

 

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