TSV 1860 1860: Abgesoffen in Paderborn

Torben Hoffmann und Mathieu Beda Foto: dpa

PADERBORN - Der TSV 1860 versinkt nach dem blamablen 1:3 beim SC Paderborn definitiv im Mittelmaß der Zweiten Liga. Lediglich Mittelfeldspieler Stefan Aigner trifft für die völlig enttäuschenden Löwen.

 

Was war das denn, Löwen? Woche für Woche erklärt Trainer Ewald Lienen seinen Spielern und den Fans, dass jedes anstehende Spiel „ein Endspiel“ sei, dass er ein vorzeitiges Abhaken der Saison nicht dulden werde.

Das sollte er tatsächlich nicht. Denn so desolat, so mutlos wie die Sechzger sich am Freitag in Ostwestfalen präsentierten, könnte man meinen, Lienen würde einen Abstiegskandidaten trainieren. Mit 1:3 verloren die Löwen in Paderborn. Und das klingt weniger schlimm, als es war! Bei Dauerregen und schwierigen Platzbedingungen, soffen die Löwen buchstäblich ab und hatten den dosiert vorgetragenen Paderborner Sturmläufen nichts entgegenzusetzen.

Bereits nach neun Spielminuten lag 1860 hinten: Mathieu Beda, der wieder in der Innenverteidigung ran durfte, hatte zuvor Paderborns Löhning im Strafraum gefällt. SCP-Goalgetter Saglik trat zum fälligen Elfmeter an und verwandelte. Die Löwen verharrten danach in der Schockstarre. Beda, der für das Foul an Saglik Gelb gesehen hatte, schien nicht mehr mit letzter Konsequenz verteidigen zu wollen und seinem Innenverteidigungskollege Torben Hoffmann, der überraschend den Vorzug vor Radhouene Felhi erhalten hatte, liefen Saglik und sein Sturmkollege Brückner ein ums andere Mal davon. Die Löwen hatten es ihrem wiedererstarkten Keeper Gabor Kiraly zu verdanken, dass es vorerst beim 0:1 blieb. Ihnen selbst nämlich gelang während der ersten 45 Minuten gerade einmal so etwas wie eine Torchance. Doch Aigners Schuss traf nur Paderborns Keeper Jensen.

In der 2, Hälfte brachte Lienen erst Pappas für Kaiser und später Stürmer Djordje Rakic für den schwachen Sascha Rösler. Lienen setzte auf Offensive – doch bis zu seinen Spielern sprach sich das nicht durch. Die Löwen spielten weiter kraftlos und schauten wahlweise zu oder liefen halbherzig nebenher – wie Hoffmann, Holebas und Beda vor dem 0:2 (59.) durch Brückner. Oder so, wie vor dem 0:3 (69.) durch Alushi, als wieder die gesamte Abwehrreihe patzte.

fil

 

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