Trümmerteil aus dem 2. Weltkrieg Wasserschutzpolizei birgt Flugzeugtank aus Chiemsee

Die Wasserschutzpolizei hat den Flugzeugtank sicher an Land gebracht. Oben rechts: Eine P-47 Thunderbolt aus dem zweiten Weltkrieg. Foto: Polizei

Im Oktober 2014 wird am Grund des Chiemsees ein Flugzeugtank aus dem zweiten Weltkrieg geortet. Jetzt wurde das Wrackteil einer amerikanischen Jagdmaschine aufwändig geborgen.

 

Übersee – Ein Zeitzeuge aus 40 Metern Tiefe: Die Wasserschutzpolizei Prien hat gemeinsam mit einer Münchner Spezialfirma einen Flugzeugtank vom Grund des Chiemsees geborgen. Das Trümmerteil stammt von einem US-amerikanischen Jagdflugzeug vom Typ P-47 Thunderbolt und war Ende Oktober 2014 bei einer Bodenuntersuchung  mit einem Sonargerät entdeckt worden.

Die Bergung des Tanks gestaltete sich kompliziert, da wegen der Wassertiefe keine Taucher zum Einsatz kommen konnten. Mit lenkbaren Unterwasserkameras und einem Sonargerät musste das Team zwei Hebegurte am Tank befestigen um es anschließend an Deck des Polizeibootes zu heben. 

Dass rund um den Fundort des Tanks kein Flugzeugwrack gefunden wurde, ist nicht verwunderlich. Es handelt sich nämlich lediglich um einen Zusatztank. Diese wurden an die Tragflächen montiert, um die Reichweite der Maschinen zu erhöhen. Waren sie leer, wurden sie einfach abgeworfen. Der Pilot der P-47 könnte den Flug über den Chiemsee seinerzeit also gutmöglich wohlbehalten überstanden haben.

Der Tank wurde an die Dokumentationsausstellung des Fortbildungsinstitutes der Bayerischen Polizei in Ainring übergeben. Dort unterhält die Polizei ein kleines Museum zur Ortsgeschichte des ehemaligen Regierungsflughafens Bad Reichenhall-Berchtesgaden.

 

3 Kommentare