Trotz Verletzung Angeschlagener James steht im Länderspiel-Aufgebot

, aktualisiert am 27.08.2017 - 16:56 Uhr
Es soll Gespräche zwischen Bayern-Trainer Carlo Ancelotti (l.) und Kolumbiens Nationalmannschafts-Coach José Pékermann (r.) in München gegeben haben: Dabei ging es um einen Medizincheck des verletzten James Rodríguez (m.) in Südamerika. Foto: sampics/Augenklick/Silvia Izquierdo/dpa/AZ

Kolumbiens Nationaltrainer José Pékerman hat Bayern-Star James Rodríguez in den Kader für die kommenden WM-Qualispiele berufen. Und das, obwohl der 26-Jährige noch stark angeschlagen ist.

München - Jetzt ist es also tatsächlich passiert: Der kolumbianische Nationalspieler James Rodríguez wurde für die beiden kommenden WM-Qualispiele gegen Venezuela (31.8.) und Brasilien (5.9.) ins Aufgebot berufen – das teilte der deutsche Rekordmeister am Sonntag auf der vereinseigenen Webseite mit. Die Diskussion kam erst deswegen ins Rollen, weil der 26-Jährige aktuell noch verletzt ist. James zog sich einen Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel zu, absolvierte bisher nur individuelles Training.

Für James geht's nun also nach Kolumbien, wo er von den Verbandsärzten untersucht werden soll. Die entscheiden dann, ob ein Einsatz im Spiel gegen Brasilien möglich ist. Wie die Bayern mitteilen, kann James "im ersten Spiel auf keinen Fall zum Einsatz kommen". "Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung durch FCB-Mannschaftsarzt Dr. Volker Braun und ist so mit dem kolumbianischen Nationalspieler abgesprochen. Ob James in der zweiten Partie auflaufen kann, wird nach Rücksprache mit Dr. Volker Braun und dem Arzt der kolumbianischen Nationalmannschaft entschieden", schreiben die Münchner weiter.

Wirklich begeistert dürften die Bayern darüber jedoch nicht sein. Man stelle sich vor, der angeschlagene Spieler wird in der Nationalelf eingesetzt und kommt nach der Länderspielpause mit noch schwereren Verletzungen zum Verein zurück. Der Ärger zwischen den Münchnern und Kolumbiens Fußball-Verband wäre vorprogrammiert!

Gegen die Untersuchung in Kolumbien haben die Bayern jedoch nichts in der Hand. In den Statuten der FIFA ist festgelegt, dass angeschlagene Spieler freigestellt werden müssen, um von den Verbandsärzten untersucht werden zu können. Ob sie nun wollen oder nicht, die Bayern müssen ihren Star-Neuzugang ziehen lassen.

 

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