Trotz Rivalität zu Uli Hoeneß Christoph Daum: Hätte Bayern-Trainer werden können

Trainer beim FC Bayern? Für Christoph Daum wäre das kein unvorstellbares Szenario gewesen. Foto: dpa

Freunde waren Uli Hoeneß und Christoph Daum nie. Man könnte sagen sie waren Erzfeinde. Trotzdem empfand sich Daum damals geeignet für den Cheftrainerposten beim FC Bayern.

Köln - Trotz jahrelanger verbaler Auseinandersetzungen mit Uli Hoeneß hätte sich Christoph Daum damals auch den Job als Trainer beim FC Bayern München zugetraut. "Weil ich glaube, dass ich viele, wenn nicht alle Voraussetzungen mitgebracht hätte, die für einen Cheftrainer von Bayern München notwendig sind", sagte der 62-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Als Trainer des 1. FC Köln hatte Daum Ende der Achtziger den sportlichen Angriff auf die Münchner gestartet. Zu dieser Zeit und auch danach war es immer wieder zu öffentlichem Streit zwischen ihm und dem früheren Bayern-Manager Hoeneß gekommen. Daher sei ein Engagement beim FCB damals auch nie ein Thema gewesen, sagte Daum: "Die Rivalität dominierte nun mal diese anderen Dinge, insofern kam es nicht zu diesen Gedanken. Es gab nie ein Angebot."

Neun verschiedene Vereine hat Daum in 30 Jahren trainiert und zehn Titel gewonnen. Er hat Clubs wie den 1. FC Köln, VfB Stuttgart oder Bayer Leverkusen aus der sportlichen Versenkung an die Spitze geführt. In Köln haben sie ihn mal "Messias" genannt, junge Frauen reichten ihm ihre Babys zur Segnung über die Bande und einige Fans hatten auf ein Transparent "Habemus Daum" geschrieben.

 

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