Trotz Milan-Knigge Zu schnell: Balotelli ist seinen Lappen los

Da lacht er: Enfant Terrible Mario Balotelli. Foto: dpa

Vielleicht wollte er ja nur besonders pünktlich im Trainig erscheinen - in jedem Fall war Mario Balotelli in seinem Lamborghini zu schnell unterwegs und ist nun seinen Führerschein los.

Mailand - Seinen Ruf als "Bad Boy" des italienischen Fußballs kann Mario Balotelli auch nach seiner Rückkehr zum AC Mailand nicht abschütteln. Der Star-Stürmer wurde nun wegen zu schnellen Fahrens der Führerschein entzogen.

Der 25-Jährige war am Steuer seines Lamborghini 40 Kilometer schneller als die 50 Stundenkilometer unterwegs, die erlaubt waren.

Erwischt wurde er von einem Blitzer auf dem Weg zwischen Mailand und seiner Heimatstadt Brescia nach dem Training. Bei den Verkehrspolizisten, die ihn aufhielten, entschuldigte sich der Ex-Liverpooler Balotelli.

"Ich habe nicht gemerkt, dass ich so schnell unterwegs war", sagte das Azzurri-Ass.

Die Polizisten zogen den Führerschein dennoch ein. Noch unklar ist, wie lange Balotelli auf den Führerschein verzichten muss, voraussichtlich zwischen sechs Monaten und einem Jahr. Der Stürmer muss wohl auch noch eine Geldbuße zwischen 531 und 3313 Euro zahlen.

Besonders pikant an der Geschichte: Gerade erst hatte der AC Mailand seinem Neuzugang einen ganzen Katalog an Verboten verpasst. Laut dem "Corriere della Sera" sieht der Balotelli-Knigge folgendermaßen aus...

Social Media: Balotelli darf das Image der AC Milan nicht beschmutzen. Jeder seiner Klicks wird registriert. Der 25-Jährige muss genau darauf achten, was er twittert und auf Instagram oder Facebook postet. Äußerungen über die Klubpolitik sind untersagt.

Aussehen: Balotelli soll sich weniger extravagante Frisuren zulegen und sich in einem Stil kleiden, der Milan würdig ist.

Gesundheit: Balotelli soll endlich wie ein Sportler leben. Er darf nicht mehr rauchen, einen bestimmten Promille-Wert nicht überschreiten, keine Discos mehr besuchen und muss stets pünktlich zum Training erscheinen.

Mario Balotelli ist tatsächlich kein Kind von Traurigkeit: Er zündete einst Feuerwerk in seiner Wohnung, bewarf Junioren mit Dartpfeilen, und auch Frauengeschichten machten die Runde. Nachdem er beim FC Liverpool in Ungnade gefallen war, unterschrieb er jetzt wieder in Italien.

 

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