Trotz Copyright-Klage Megaupload-Gründer Kim Dotcom bleibt gelassen

Dotcom beweist via Twitter, dass er nicht nur Unternehmersinn, sondern auch Humor hat Foto: twitter.com/KimDotcom

Über zwei Jahre nach der Schließung des One-Click-Hosters Megaupload haben sechs große Filmstudios den Webseiten-Gründer Kim Dotcom wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt. Der Unternehmer scheint das recht gelassen zu sehen.

 

Los Angeles - Es wird möglicherweise nochmal teuer für Kim Dotcom: Die Hollywood-Studios 20th Century Fox, Disney, Paramount Pictures, Universal Studios, Columbia Pictures und Warner Bros. Entertainment haben Klagen gegen den Internet-Millionär und seine ehemalige Seite Megaupload eingereicht. Megaupload war ein Anbieter für sogenanntes One-Click-Hosting, bei dem man kostenlos oder gegen Gebühr Daten über das Internet speichern und herunterladen konnte. Der Dienst wurde im Januar 2012 vom FBI abgeschaltet, da wegen Urheberrechtsverletzungen gegen die Seite und ihren Gründer Kim Dotcom vorgegangen wurde.

Angst scheint der in Neuseeland lebende deutschstämmige Dotcom nicht zu haben - weder vor der Klage, noch vor einer von den USA geforderten Auslieferung an die amerikanischen Behörden. Per Twitter erklärte der Internet-Unternehmer, dass sowohl die Behörden als auch die Filmstudios falsche Behauptungen aufstellten und er verkündete seine eigene Theorie für die späte Klage. "Das Justizministerium der Vereinigten Staaten hat wahrscheinlich darauf bestanden, dass die MPAA [Anm. d. Red.: Ein Zusammenschluss der genannten Filmstudios] #Megaupload verklagt, weil sie dieses ätzende Hollywood-Science-Fiction-Script von einem Fall aus der Taufe gehoben haben. Beschämend," kommentierte er.

Nachdem Dotcom mehrfach seine Sicht der Dinge darlegte, hatte er etwas später nicht viel mehr als Spott für die Filmstudios übrig: "20th Century Fox, Disney, Warner, Universal, Columbia, Paramount. Ich sage den heutigen Filmabend ab", postete Kim mit einem Zwinker-Smiley. Sollte der Fall jemals erfolgreich aus der Sicht der Behörden und Ankläger abgeschlossen werden, dann könnte das Folgen für das gesamte Internet haben - besonders für beliebte Services wie Dropbox, die genauso wie Megaupload theoretisch für die Verbreitung von Raubkopien genutzt werden könnten.

 

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