Triumph bei French Open Halep geschlagen: Ostapenko verzaubert Paris

Im Finale der French Open setzte sich die 20 Jahre alte Lettin am Samstag gegen Simona Halep aus Rumänien mit 4:6, 6:4, 6:3 durch und feierte damit den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Tennis-Karriere. Es war sogar der erste Turniersieg für Ostapenko überhaupt, die die jüngste Paris-Siegerin seit Iva Majoli vor 20 Jahren ist. Die Bilder. Foto: dpa

Wow! Wer vor den French Open auf die Lettin Jelena Ostapenko als Siegerin gewettet hätte, wäre jetzt ein reicher Mensch. Mit 20 Jahren ist sie die jüngste Paris-Siegerin seit 20 Jahren.

 

Paris - Jelena Ostapenko ließ entgeistert ihren Schläger fallen, streckte jubelnd ihre Arme in den blauen Himmel von Paris und war am Ziel ihrer Träume angekommen.

Die ungesetzte Lettin machte mit ihrem Finalsieg zwei Tage nach ihrem 20. Geburtstag die große French-Open-Überraschung perfekt - und sorgte zugleich dafür, dass die Kielerin Angelique Kerber trotz ihrer Erstrundenniederlage in Roland Garros an der Spitze der Weltrangliste bleibt.

"Ich kann es nicht glauben, und ich bin sprachlos. Ich liebe euch alle, und ich liebe es, hier zu spielen", sagte die Weltranglisten-47. Ostapenko nach dem 4:6, 6:4, 6:3 gegen die favorisierte Simona Halep (Rumänien/Nr. 3): "Ein Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen. Es ist phantastisch."

Nach 1:59 Stunden verwandelte Ostapenko auf dem Court Philippe Chatrier ihren ersten Matchball und nahm wenig später freudestrahlend den Coupe Suzanne Lenglen in Empfang. Im zweiten Satz hatte sie bereits mit 0:3 in Rückstand gelegen. "Ich habe immer weitergekämpft", sagte sie danach.

Halep verpasst Sprung an die Spitze

Ostapenko ist die im Ranking am schwächsten platzierteste Spielerin, die jemals den Titel von Roland Garros holen konnte. Die Wimbledon-Juniorensiegerin von 2014 kassierte für ihren ersten Turniersieg überhaupt ein Preisgeld in Höhe von 2,1 Millionen Euro und wird im neuen WTA-Ranking auf Platz zwölf vorstoßen.

Halep (25) indes verpasste durch ihre zweite Finalniederlage von Paris nach 2014 den möglichen erstmaligen Sprung an die Spitze der Weltrangliste. Die frühere Turniertänzerin Ostapenko, der als erster Lettin überhaupt ein Major-Coup glückte, begeisterte die Zuschauer erneut mit ihrem riskanten Spiel.

Den ausgeglichenen ersten Satz gab Ostapenko jedoch nach 36 Minuten und bezeichnenderweise mit ihrem 23. Unforced Error ab. Auch in der Folge blieb Halep ihrer defensiven Taktik treu, erlief viele Bälle und wartete geduldig auf die Fehler der Lettin.

Doch auch eine 3:0-Führung konnte die Favoritin nicht nutzen. Ostapenko wurde für ihr mutiges Spiel belohnt und holte sich den zweiten Durchgang. Die Vorentscheidung fiel danach, als die 20-Jährige mit einem Netzroller das Break zum 4:3 holte. Danach brachen alle Dämme, die Zuschauer feierten den neuen Champion mit "Jelena, Jelena"-Sprechchören.

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