Von Unbekannten halbtot getreten Münchner Gastronom nach Wiesnbesuch im Koma

Bei einer Massenschlägerei hat ein 34 Jahre alte Mann schwere Kopfverletzungen erlitten (Symbolbild) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der 34-Jährige wird am Georg-Hirth-Platz aus einer Gruppe heraus geschlagen und getreten.

 

München - Der Gastwirt war zusammen mit einem Freund und Kollegen (30) am Sonntagabend auf der Wiesn. Gegen 23:45 Uhr machten sich die beiden Männer auf den Heimweg. Am Georg-Hirth-Platz begegneten sie einer Gruppe Männer und Frauen.

Es kam zum Streit. Plötzlich wurde es handgreiflich. Ein Mann schlug den Gastwirt nieder. Als der 34-Jährige am Boden lag, trat ein Angreifer auf das Opfer ein.

"Wir versuchen, den Ablauf der Begegnung und die Tat zu rekonstruieren", sagt Herbert Linder, Chef der Mordkommission, "wir haben nur wenige greifbare Informationen."

Einerseits liegt das daran, dass keiner der Zeugen mehr ganz nüchtern war. Die Attacke erfolgte zudem blitzschnell und dauerte kaum mehr als eine Minute, berichteten Zeugen später der Polizei. Selbst der 30-jährige Kollege des Opfers, der unmittelbar daneben stand, kann kaum zur Aufklärung des Falls beitragen. Er selbst bekam einen Schlag gegen den Kopf. Mit einer Platzwunde über dem Auge ging er zu Boden. "Als ich wieder hochkam, lag mein Kollege in seinem Erbrochenen am Boden", erzählt er.

Der 34-Jährige erlitt bei der Schlägerei eine Hirnblutung. Er wurde noch in der Nacht notoperiert. Die Ärzte öffneten dabei den Schädel, um den Druck auf das Gehirn zu reduzieren und entfernten ein Blutgerinnsel. Im Anschluss versetzten sie den Patienten ins künstliche Koma.

Gegen den Täter wird ermittelt wegen versuchten Totschlags. Deshalb ermittelt die Mordkommission. Hinweise an die Polizei unter der Telefonnummer 089 29 100.

 

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