Trennung "einvernehmlich" Heynen tritt als Volleyball-Bundestrainer ab

Vital Heynen war seit Februar 2012 Trainer der deutschen Volleyballer. Spätestens Ende September tritt der Belgier ab. Heynen prägte eine Ära. Foto: dpa

Mit der Verkündung des Abschieds hatte Vital Heynen nach dem Aus in der Olympia-Quali einige Tage gewartet - doch nun ist sicher: Der Deutsche Volleyball-Verband muss sich einen neuen Bundestrainer suchen.

 

Köln - Vital Heynen hat seinen Rückzug als Bundestrainer der deutschen Volleyballer angekündigt. Nach der verpassten Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele im August in Rio haben sich der 46 Jahre alte Belgier und der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) "einvernehmlich darauf verständigt, den am 30. September auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern".

Dies teilte der DVV am Montagnachmittag mit. Heynen wird die Männer im Sommer noch in der Weltliga betreuen und strebt dort mit seinem Team den Aufstieg in die Gruppe 2 an.

Heynen hatte im Februar 2012 die Nachfolge von Raúl Lozano angetreten und die Männer bei der WM 2014 zur Bronzemedaille geführt.

Beim Qualifikationsturnier im Januar in Berlin jedoch hatte er mit seinen Schützlingen durch Platz vier die Olympia-Teilnahme hauchdünn verpasst.

Die Bilanz von Vital Heynen


2012
Heynen wird mit den deutschen Schmetterkünstlern auf Anhieb jeweils Fünfter in der Weltliga und bei Olympia in London.

2013
Diesmal springt in der Weltliga Rang sieben heraus, zu einem guten Platz sechs reicht es bei der EM.

2014
In der Weltliga schließen Heynen und  Co. nur als 16. ab. Danach holt Deutschland als Dritter die erste WM-Medaille nach 44 Jahren.

2015
Deutschland lässt die Weltliga aus, dafür gelingt der Sieg bei den Europaspielen in Baku. Bei der EM reicht es nur zu Rang acht.

2016
Beim hochkarätig besetzten Olympia-Qualifikationsturnier in Berlin verspielt Heynens Team nur hauchdünn die Chance auf Rio.

 

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