Traumtour in Südtirol Rosengarten: Bergwandern in König Laurins Reich

Beeindruckendes Farbenspiel am Rosengarten. Foto: bonk

Der Rosengarten gehört zu den spektakulärsten Felsformationen Südtirols vor allem in der Abendsonne.
Seine Tarnkappe nutzte ihm ebenso wenig wie sein Wundergürtel, König Laurin unterlag seinen Verfolgern, floh tarnkappengeschützt in seinen Rosengarten, wo ihn dann aber die Bewegung der Rosenzweige verriet: Seine Verfolger machten ihn kurzerhand dingfest und führten ihn in Gefangenschaft. Wutentbrannt verfluchte er den verräterischen Garten, den fortan niemand mehr zu Gesicht bekam – so heißt es in der Sage, die sich um einen der markantesten Gebirgszüge Südtirols verbreitet hat, den Rosengarten mit seinen  Vajoletttürmen, einem Dorado für Kletterer, Wanderer und Bergfexe aller anderer Sportarten. Für ein Aktivwochenende in König Laurins Reich steht man zunächst vor der Qual der Wahl: Wandern oder doch lieber Klettern? Oder geht auch eine Kombination aus beidem?

 

Genauso verlockend klingt eine  MTB-Tour am Fuße des Rosengartens mit immer wieder neuen Blicken in die hiesige Bergszenerie, die zu jeder Tageszeit mit einem ganz eigenen Lichtspiel begeistert. Zunächst scheint eine Bergtour der probate Einstieg: Bei beschaulichem Tempo den Rosengarten kennenlernen und unterhalb der Felswände den Blick auf die Gesteinsformationen genießen.

Startpunkt ist der Wanderparkplatz vis-à-vis des Hotels Cyprianerhof an der Straße zum Nigerpass. Gemächlich geht es durch dichten Wald bergan, bis zum Nigerpass auf breiten Waldwegen. Von hier geht es weiter stetig bergauf bis zur Baumannschwaige auf ca. 1830 Meter. Durch den Tscheinerwald führt die Route weiter Richtung Angelwiesen, wo der dichte Wald endlich den Blick freigibt auf die Laurinswand sowie die Rosengartenspitze.  Weiter geht’s parallel zum Gebirgsfuß, bis die Aufstiegspassage endet an der privaten Berghütte auf gut 200 Meter. Jetzt sind auch die Vajoletttürme zum Greifen nah und unwillkürlich schaut man auf den kommenden Passagen Richtung Hanicker Schwaige nach rechts oben auf die sich majestätisch auftürmenden Gesteinsformationen. Sehen sie vom Tal noch geheimnisvoll, aber homogen aus, so sieht man jetzt deutlich, wie zerklüftet und schwierig sich das großartige Kletterrevier aus der Nähe präsentiert.

Die Hanicker Schwaige liegt auf 1905 Meter direkt am Fuße des Felsmassivs, ideal für die verdiente Rast nach dem Aufstieg. Mit einem solchen Blick macht die Einkehr doppelt Spaß, Suppe und Radler schmecken Angesichts des spektakulären Blick nach oben wie nach unten, für den Abstieg stärkt die Hüttenwirtin Doris mit Eigenkreationen aus dem Schnapsfassl, was schon den ein oder anderen finalen Aufbruch von der Hütte wieder zurück ins Tal erheblich verzögert haben soll. Als Abstiegsweg empfiehlt es sich nun, weiter entlang der Vajolettürme zu wandern, um dann auf gut beschildertem Weg in Richtung Plafötscher Almhütten abzubiegen. Schnell weicht das alpine Gelände den vom Aufstieg bekannten Alm- du Waldwegen und über die Plafötscher Almhütten, die ebenfalls einen Einkehr-Schwung wert sind, geht es steil und zügig bergab Richtung Ausgangspunkt in St. Zyprian.

 

0 Kommentare