Gareth Bale von Real Madrid soll zu einem Wechsel zum FC Bayern tendieren. "Ich muss Woche für Woche spielen, ich will mehr Minuten haben", sagt er. Was für und gegen einen Transfer spricht.

München - Ob sich Uli Hoeneß doch korrigieren muss? Der Präsident des FC Bayern hatte kürzlich hohe Ausgaben für neue Spieler ausgeschlossen. "Dieses Jahr wird es keinen 100-Millionen-Transfer geben. Wir glauben auch nicht, dass es notwendig ist", sagte Hoeneß.

Allerdings: Eine kleine Hintertür ließ er sich offen. So könne es noch zu Verpflichtungen kommen, "wenn der eine oder andere uns verlassen würde und wir das notwendige Geld einnehmen würden", erklärte Hoeneß. Verkaufskandidaten gibt es: Thiago, Arturo Vidal, Robert Lewandowski.

Gareth Bale unzufrieden bei Real Madrid

Ein bisschen Kleingeld wird definitiv nötig sein, wenn es zu diesem Transfer kommen sollte: Wie die englische Zeitung "Telegraph" und die "Sport Bild" berichten, kann sich Gareth Bale, Topstar von Real Madrid und Held im Champions-League-Finale, einen Wechsel nach München vorstellen. Laut "Telegraph" tendiert Bale zum FC Bayern, das sei aus seinem Umfeld zu erfahren. Manchester United, das auch an einer Verpflichtung des 28-Jährigen interessiert war, ist offenbar keine Option.

Dass Bale, der am Samstag im Endspiel gegen Liverpool zwei Tore erzielte, Real verlassen will, ist bekannt. "Ich muss Woche für Woche spielen und das ist nicht passiert", sagte er am Samstagabend: "Ich will mehr Minuten haben und wenn ich sie nicht bei Real bekomme, dann muss ich sie woanders suchen."

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Bales Vertrag bei den Königlichen läuft noch bis 2022, sein Marktwert wird auf 70 Millionen Euro geschätzt. Der Waliser würde Bayern um die 100 Millionen Euro kosten. Eine Summe, die Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nicht abschreckt. Es gebe für Bayern "kein Limit", erklärte Rummenigge kürzlich: "Wenn wir einen Spieler haben wollen und der 80, 90 Millionen kostet, dann werden wir irgendwann springen müssen. Ob das dieses oder nächstes Jahr ist, weiß ich nicht."

Bale zu Bayern: Das spricht dafür

Bale selbst hatte sich im Frühjahr sehr positiv über Bayern geäußert. "Der FC Bayern hat eine fantastische Mannschaft und war auch in der Vergangenheit schon immer einer der erfolgreichsten Vereine Europas", sagte er der "Sport Bild". Und weiter: "Mit diesem Klub in Verbindung gebracht zu werden, ist für jeden eine Ehre."

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Was für einen Transfer spricht: Bale wird wie Bayern von Adidas ausgestattet, er würde als internationaler Star viel Geld durch Trikotverkäufe einbringen. Im bevorzugten System des neuen Trainers Niko Kovac (3-5-2) könnte Bale als zweiter, hängender Stürmer agieren.

Und: Er wäre ein Profi nach Hoeneß' Geschmack. "Wir brauchen Spieler, die in wichtigen Spielen überragend sind und nicht gegen Paderborn", hatte der Präsident gesagt. Das trifft auf Bale zu.

Bale zu Bayern: Das spricht dagegen

Was gegen einen Transfer spricht: Bayern hat die Verträge mit Arjen Robben und Franck Ribéry verlängert, auf den offensiven Außenbahnen, wo Bale meist spielt, gibt es auch noch Kingsley Coman und Serge Gnabry. Außerdem hat Real-Superstar Cristiano Ronaldo seinen Abschied angedeutet. Das könnte Bale in der Hierarchie der Königlichen nach oben befördern.

Ein Wechsel zu Bayern wäre eine Überraschung – und ein echter Coup der Bosse.

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Im Video: Gareth Bale über seinen Traum-Fallrückzieher gegen Real

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