Trainingsfrei beim TSV 1860 Nehmen die Löwen den Abstiegskampf nicht ernst?

, aktualisiert am 15.05.2017 - 13:26 Uhr
Angespannt: Trainer Vitor Pereira. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Nach der Niederlage gegen den VfL Bochum droht dem TSV 1860 am letzten Spieltag der Abstieg in die Drittklassigkeit - oder zumindest die Relegation. Was macht Trainer Vitor Pereira? Er gibt seiner Mannschaft zum Start in die Vorbereitung auf das Endspiel um den Ligaverbleib frei.

München - Sieben Tage bleiben den Löwen inklusive dem Spieltag beim 1. FC Heidenheim, um am Sonntag (15.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) das Worst-Case-Szenario direkter Abstieg aus der 2. Liga oder zumindest die Relegation abzuwenden. Der volle Fokus liegt auf dem Ligaverbleib, den die Sechzger, sollte die Konkurrenz ihre Spiele gewinnen und sie nicht, aus eigener Hand nicht mehr schaffen können.

Vitor Pereira verwundert

Ergo: Bei den Schwaben muss unbedingt ein Sieg her, alles andere wäre fahrlässig. Umso mehr verwundert es, dass Trainer Vitor Pereira seinen Spielern nach dem 1:2 gegen den VfL Bochum samt schwacher Leistung gegen die Ruhrpottler zum Start in die neue Woche freigab. Sieht so Abstiegskampf aus?

"Wir müssen die Woche konzentriert arbeiten. Dann müssen wir schauen, dass wir am Sonntag Gas geben und unser bestes Saisonspiel raushauen", sagte Maximilian Wittek nach der Niederlage am Sonntag. Doch wie soll das Team die zeitweise Lethargie und Über-Nervosität aus dem Bochum-Spiel loswerden, wenn es nicht direkt zusammen kommt? In der Regel steht nach einer Partie für Stammspieler Auslaufen und Regeneration auf dem Programm, die Ersatzspieler könnten direkt wieder trainieren. Etwa die, die auch in Heidenheim als Alternativen gelten, Amilton zum Beispiel oder Sebastian Boenisch.

Vitor Pereira: "Emotional erholen"

"Jetzt gilt es, die Mannschaft emotional zu erholen", meinte Pereira nach der Pleite und stellte sich schützend vor seine Löwen. Der Portugiese wird sich was dabei gedacht, am Montag nicht trainieren zu lassen, keine Frage. Doch im Showdown gegen den Abstieg geht es auch um Botschaften, an die Fans und an die Konkurrenz. Diese vernimmt zum Start in die Woche aus München-Giesing: kein Training bei Sechzig. Schwierig. Mindestens.

 

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