Trainingsauftakt Löwen: So könnte es klappen mit dem Aufstieg

Auch Löwen-Torhüter Gabor Kiraly hat vor dem Pokalspiel gegen Heidenheim schon Elfmeterschießen trainiert. Foto: dpa

Die Löwen starten in die Saison-Vorbereitung. Endlich soll es klappen mit dem Aufstieg. Elf Dinge, die dafür jedoch anders laufen müssen beim TSV 1860 München.

 

München - An diesem Samstag geht es los. Löwen-Trainer Alexander Schmidt bittet zum Aufgalopp. Das Ziel, wie immer: der Aufstieg. Die AZ sagt, was besser werden muss.

Bessere Heimbilanz: Nur sechs Siege, Platz elf in der Heimtabelle – so die Ausbeute zuletzt. Die Bilanz von Schmidt, seit November im Amt, ist noch schlechter: drei Siege aus zehn Spielen. Sportchef Florian Hinterberger: „Es muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen!” Sonst verliert man noch mehr Fans.

Einen Präsidenten bestimmen, der auch gewählt wird: Nachdem Hep Monatzeder von den Delegierten abgelehnt wurde, sind die Löwen – immer noch – auf der Suche nach einem Nachfolger. „Der nächste Schuss muss sitzen”, sagt Vize-Präsident Heinz Schmidt. Der Kandidat, am besten enorm krisenerprobt, müsste dann bei der nächsten Mitgliederversammlung gewählt werden.

Weniger Komödienstadel: Der nächste Streit, diesmal vereinsintern und ausnahmsweise nicht mit Hasan Ismaik, ist in Sicht. Löwen-Mitglied Walter Rädler (46) sammelt Unterschriften, um den Aufsichtsrat per Misstrauensvotum abzusetzen. Angeblich soll er kurz davor stehen, die benötigten 500 Unterschriften zu haben.

Nie wieder Sechster: Zweimal wurden die Löwen dies zuletzt. „Jetzt geht's darum, auch mal bis zum Ende der Saison um den Aufstieg mitzuspielen”, sagt Hinterberger.

Weg mit der Lustlosigkeit: „In der Mannschaft war das Glas immer halbleer”, sagt Schmidt. Zu mut- und kraftlos präsentierten sich die Löwen oft. Schmidt: „Da bin ich nun gefordert, eine bessere Grundstimmung zu erzeugen.”

Investor Ismaik jubelnd auf der Tribüne: Immer wenn Hasan Ismaik zuletzt in München war, rauschte er hinterher sauer ab. Über Tore seiner Löwen hat man den Jordanier lang nicht mehr jubeln sehen. Wenn er nach München kommt, soll er die Spiele genießen können, sich nicht streiten müssen.

Einen Trikotsponsor finden, der zu 1860 passt: Aston Martin stand zwar für Protz, aber eben nicht für 1860. Der Vertrag mit dem Luxus-Autohersteller ist ausgelaufen, ein Nachfolger noch nicht gefunden.

Denken wie Gabor Kiraly: Trotz seiner 37 Jahre steht der Keeper für Erfolgswille und Engagement. War in der abgelaufenen Saison mit der Beste. Er sagte mal: „Ich fühle mich wie 14!” Auf dass dies so bleibe!

Stimmung wie beim Nachwuchs: Das Relegationsrückspiel der U21 zeigte: Auch die Allianz Arena kann in ein Tollhaus verwandelt werden. „Die Fans waren sensationell”, sagt Geschäfsführer Robert Schäfer.

Talente in den eigenen Reihen halten: Die Bender-Zwillinge sind längst weg, Kevin Volland ist es auch. Die nächsten Rohdiamanten sind im Anflug – etwa Kodjovi Koussou. „Wir müssen sie behutsam aufbauen”, sagt Schäfer. „Und natürlich dann behalten."

Klarheit bei Daniel Halfar: Ein Jahr hat der Mittelfeldspieler noch einen Vertrag bei 1860, dann kann er gehen – was die Löwen verhindern wollen. Hinterberger: „Die Gespräche laufen noch. Er muss auf uns zukommen.” 

 

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