Trainer des TSV 1860 Fünf Gründe contra Funkel

„Die Suche nach einem Sportchef hat Priorität“, sagt 1860-Präsident Gerhard Mayrhofer. Nicht der einzige Grund, der gegen eine sofortige Verlängerung mit Funkel spricht.

 

Sportdirektoren-Suche hat Priorität: Es würde wenig Sinn machen für 1860, Funkels Vertrag zu verlängern, bevor der neue Sportchef installiert ist. Der soll künftig als Geschäftsführer Sport fungieren, maßgeblich über das Sportliche entscheiden. Ergo sollte dem neuen Sportchef auch die Entscheidung über den Trainer obliegen. „Die Suche nach dem Sportchef hat Priorität für uns. Die Personalie Funkel ist wichtig, aber da haben wir keine Eile“, so Mayrhofer. Der Präsident dementiert übrigens, mit Rekordnationalspieler Lothar Matthäus über den Sportdirektorposten verhandelt zu haben. Dies hatte „t-online.de“ berichtet. Auch Gerüchte über Ex-Profi Gerhard Poschner seien „Spekulation“.

Funkels Bilanz ist dürftig: 26 Punkte holten die Löwen in 19 Spielen unter Funkel – ausbaufähig. Überhaupt hat 1860 es nie geschafft, wirklich ranzukommen an den dritten Platz – obwohl die Liga verrückt spielt.

Zwei Spiele machen noch keinen Sommer: Es ist schlicht zu früh, um schon eine Trendwende zu erkennen nach den letzten zwei Spielen. Zumal auch da nur vier Punkte rumkamen.

Funkel redet sich die Lage schön, sucht Schuld bei anderen: Vor der Saison und bei seiner Installierung hielt Funkel den Kader noch für aufstiegstauglich. In der ersten Krise sagte er, die Mannschaft sei falsch zusammengestellt. Obwohl er im Winter seine drei Wunschspieler bekam, wiederholte er dies nach dem schlechten Start.

Funkel wirkt passiv: Das werfen viele Fans dem Trainer vor. Tatsächlich fällt auf: Wenn die Löwen schlecht spielen, steht Funkel meist regungslos an der Seitenlinie. Nur wenn die Mannschaft prinzipiell gut spielt, coacht er leidenschaftlich. Auch das Training beobachtet Funkel oft mit verschränkten Armen, lässt seinen Co-Trainer Markus von Ahlen die Einheiten leiten.

 

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