Trainer des FC Bayern Ancelotti verrät Privates: "Ich bete fast jeden Abend"

„Als Trainer habe ich kaum Zeit, in die Kirche zu gehen, aber ich führe meine Zwiegespräche mit Gott“: Carlo Ancelotti. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Carlo Ancelotti spricht über seinen Glauben – und die Liebe zum Film: „Da vergesse ich alles“.

 

München - Wie sich Carlo Ancelotti den Fußball seiner Bayern vorstellt, kann man nach drei Monaten so langsam erahnen, auch über kulinarische Vorlieben des Italieners (Tortellini!), ist schon einiges durchgesickert. Doch es gibt weiter viel Neues zu erfahren über den 57-jährigen Coach des FC Bayern, vor allem abseits des Rasens. „Ich habe zwei Leidenschaften“, sagt Ancelotti nun im „ZEITmagazin“. Neben dem Fußball sei das der Film. „Ich habe in meinem Beruf ja nicht viel Zeit, nur Filme entspannen mich wirklich. Dann vergesse ich alles um mich herum. Ich kann abschalten und mich ganz auf die Handlung konzentrieren.“

Als junger Mann spielte er sogar einen Fußballer in einer Neuverfilmung von Don Camillo und Peppone. „Die alten Filme spielen in einem Nachbarort von Reggiolo, meinem Heimatdorf“, erinnert sich Ancelotti. „Im Film musste ich in der Mannschaft des Bürgermeisters spielen, natürlich im roten Trikot, in der Farbe der Kommunisten. Es hat trotzdem Spaß gemacht. Dabei habe ich mich dem Pfarrer immer näher gefühlt.“ Im neuen Star-Trek-Film „Beyond“ füllt Ancelotti eine kleine Nebenrolle als Arzt aus.

Kaum Zeit in die Kirche zu gehen

Nicht nur er habe übrigens eine Nähe zum Film, meint Ancelotti, sondern auch seine Stars: „Heute sind Spieler wie Schauspieler. Sie sind die Stars unserer Zeit, so wie es Schauspieler vor dreißig, vierzig Jahren waren. Als Fußballprofi bist du heute ständig im Fernsehen, und das Fernsehen macht dich berühmt. Und das bedeutet, dass die Spieler heute eine ganz andere Verantwortung haben.“

In dem Interview spricht der Bayern-Trainer auch über seinen Glauben. Er sei streng katholisch erzogen worden und sehr gläubig, verrät der Bayern-Coach: „Ich bete noch immer fast jeden Abend. Als Trainer habe ich kaum Zeit, in die Kirche zu gehen, aber ich führe meine Zwiegespräche mit Gott.“

 

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