Tour: Diagnose Hodenkrebs Basso: "Letztlich habe ich Glück gehabt"

Gibt sich kämpferisch: Ivan Basso. Foto: dpa

Diagnose Hodenkrebs: Nach dem Schock bei der Tour de France übt sich der vierfache Vater Ivan Basso in Optimismus. Der Radsport habe ihm geholfen, die Krankheit zu entdecken.

 

Rom - Nach seiner Hodenkrebs-Diagnose gibt sich der italienische Radsport-Star Ivan Basso kämpferisch.

"Letztendlich habe ich Glück gehabt. Der Radsport hat mir geholfen, etwas zu entdecken, was ich sonst nicht bemerkt hätte", sagte der zweimalige Giro-Sieger bei seiner Rückkehr nach Italien am Mailänder Flughafen. "Jetzt werden wir sehen, wie sich die Situation entwickelt. Sie ist heikel, ich werde sie aber mit Optimismus und einem Lächeln bewältigen."

Basso hatte sich bei einem Sturz auf der fünften Etappe der laufenden Tour de France eine Verletzung am Hoden zugezogen. Bei anschließenden Untersuchungen waren von Teamärzten Veränderungen im Gewebe festgestellt worden. Ein Echogramm am Sonntagabend sowie weitere Untersuchungen am Montag in einem Krankenhaus in Pau bestätigten erste Befürchtungen.

"Man muss optimistisch sein, um das Problem so rasch wie möglich zu lösen. Ich bin in besten Händen", sagte der Edelhelfer von Tour-Favorit Alberto Contador. "Nach zwei Tagen Schmerzen habe ich begriffen, dass es sich nicht nur eine Verletzung handeln konnte, sondern dass es etwas Komplizierteres ist."

Bassos Hodenkrebserkrankung löste in seinem Heimatland Italien eine Welle der Anteilnahme aus. "Forza Ivan, gib nicht auf", titelte die Zeitung "Tuttosport" am Dienstag. Die "Gazzetta dello Sport" kommentierte: "Forza Ivan. Das Drama um Basso erschüttert die Tour."

Bassos Landsmann und Vorjahressieger bei der Tour de France, Vincenzo Nibali, erklärte: "Als ich davon erfahren habe, dachte ich zuerst, es sei ein Scherz. Ich hoffe, dass alles gut läuft, für ihn und für seine Familie. Jetzt sind sie es, die zählen, der Rest ist nicht mehr wichtig." 

 

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