Tour de France Scharping widerspricht Armstrong: "Geht ohne Doping!"

Nachdem der ehemalige Tour-Dominator gesagt hat, dass die Tour ohne verbotenen Substanzen nicht zu gewinnen sei, sagt der Radsport-Boss: "in der Gegenwart gilt diese These nicht!"

 

Paris - Der deutsche Radsport-Präsident Rudolf Scharping hat Lance Armstrongs Doping-These zur Tour de France entschieden widersprochen. „Sie ist falsch. Sie mag für das verseuchte Jahrzehnt ab 1998 gegolten haben, aber in der Gegenwart gilt sie nicht“, sagte Scharping in einem Interview am Samstag dem Radiosender WDR 5. Er glaube insgesamt, dass der Radsport im Kampf gegen Doping mittlerweile „eher vorne dran als ein Anhängsel“ sei oder ein Verband, in dem international systematisch gedopt wurde. „Das war so, es ist aber nicht mehr so“, betonte der Chef des Bundes Deutscher Radfahrer. Armstrong hatte in einem Interview mit der französischen Zeitung „Le Monde“ gesagt, dass er es für „unmöglich“ halte, „die Tour de France ohne Doping zu gewinnen“. Kurz nach der Veröffentlichung hatte der geständige Dopingsünder, dem all seine sieben Tour-Titel aberkannt wurde, allerdings einen Rückzieher gemacht und seine Aussagen präzisiert. Sie würden nur für die Zeit von 1999 bis 2005 gelten. „Heute? Keine Ahnung, ich hoffe, es ist möglich“, twitterte er vor dem Start der Großen Schleife am (heutigen) Samstag auf Korsika.

 

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