Tour de France Porte gibt Entwarnung: "Ich hatte Glück"

Richie Porte: "Es ist eine große Enttäuschung. Ich war in einer tollen Form." Foto: dpa

Richie Porte hatte sich überschlagen und war mit voller Wucht gegen eine Felsböschung geknallt. Nach seinem Horror-Sturz bei der Tour de France meldet sich der Australier aus dem Krankenbett.

Chambéry - Einen Tag nach seinem schlimmen Horror-Sturz bei der 104. Tour de France war Richie Porte bereits auf dem Weg der Besserung.

"Ich fühle noch Schmerzen, aber es geht mir schon besser", sagte Porte in einem zweiminütigen Videoclip aus dem Krankenhaus in Chambéry und ergänzte: "Es ist eine große Enttäuschung. Ich war in einer tollen Form. Andererseits habe ich auch den Crash gesehen und ich muss sagen, dass ich Glück hatte, mit den Verletzungen davongekommen zu sein."

Der als Mitfavorit ins Rennen gegangene Porte hatte am Sonntag auf der Königsetappe einen Becken- und einen Schlüsselbeinbruch erlitten. Porte war bei der rasenden Abfahrt vom Mont du Chat von der Strecke abgekommen.

Daraufhin hatte er sich überschlagen und war mit voller Wucht gegen eine Felsböschung geknallt. Er sei die ganze Zeit bei Bewusstsein gewesen. Porte muss nach Einschätzung der Ärzte nicht operiert werden. Vier bis sechs Wochen wird der 32-Jährige aber ausfallen.

Kittel: Gratwanderung zwischen "Leben und Tod"

Der dreimalige Tour-Etappensieger Marcel Kittel erlebt den Radsport als Gratwanderung. "Es gibt keine andere Sportart, in der die Balance zwischen Leben und Tod so gegeben ist", sagte der 29 Jahre alte Erfurter am ersten Ruhetag der 104. Tour de France am Montag in Périgueux.

"Die Tour kann oft schneller vorbei sein, als man denkt. Einmal falsch gebremst und es ist aus", erklärte Kittel im Rückblick auf die Königsetappe am Sonntag, auf der unter anderem Richie Porte, Rafal Majka und Geraint Thomas schwer gestürzt waren.

Der Träger des Grünen Trikots rechnet sich bei den nächsten prognostizierten Massensprints der laufenden Tour weitere Chancen auf Tagessiege aus. Aber die Verteidigung der Führung in der Sprintwertung sieht er "nicht extrem verbissen", genauso wie die Verbesserung des deutschen Rekordes in Bezug auf die Tour-Etappensiege.

Mit Ex-Profi Erik Zabel liegt Kittel gleichauf. Beide haben zwölf Siege. "Wenn es beim nächsten Mal klappt, wäre das super, aber ich mache mir da keinen Stress", sagte er weiter. Wo die Reise in der nächsten Saison hingeht, verriet Kittel, dessen Vertrag bei Quick-Step zum Jahresende ausläuft, nicht.

"Die Verhandlungen mit verschiedenen Mannschaften, darunter Quick-Step und Tony Martins Katusha-Alpecin-Team laufen", meinte Kittel. Martin erklärte dazu am Montag: "Ich würde es sehr begrüßen, wenn er zu uns käme."

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