Torjäger des TSV 1860 verletzt Entwarnung! So lange fällt Nico Karger "nur" aus

Verletzt sich im Test: Nico Karger vom TSV 1860 wird vom Platz getragen. Foto: ME

Aufatmen bei Nico Karger und den Löwen! Der treffsicherste Stürmer des TSV 1860 verletzt sich im Testspiel gegen Austria Lustenau am Knie, fehlt mit einer Kapselverletzung aber wohl nur zwei Wochen. Die schlimmste Befürchtung bestätigt sich nicht. Daniel Bierofka ist erleichtert: "Glück gehabt!"

 

München - Vorletztes Testspiel gewonnen, aber den besten Torschützen verloren – sogar bis Saisonende? Der TSV 1860 bangte nach dem 2:1-Sieg gegen Austria Lustenau um Flügelflitzer Nico Karger. Der 25-jährige Offensivspieler musste gestern Mittag im kurzfristig anberaumten Testspiel gegen den österreichischen Zweitligisten ausgewechselt werden. Sechzig gewann durch die Treffer von Nono Koussou (45.) und Benjamin Kindsvater (56.).

Karger hatte sich in den Anfangsminuten ohne Fremdeinwirkung das rechte Knie verdreht und war unter Schmerzensschreien zu Boden gegangen. "Es schaut nicht gut aus, Nico konnte nicht mehr auftreten", sagte Trainer Daniel Bierofka über seinen Angreifer, der vom Platz getragen und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Daniel Bierofka ist erleichtert

Eine Diagnose stand zunächst aus, Bierofka fürchtete: "Ich gehe davon aus, dass es keine leichte Verletzung ist. Ich hoffe aber, dass es kein Kreuzbandriss ist – sodass er vielleicht noch mal gegen Ende der Saison eingreifen kann." Ein längerer Ausfall Kargers würde "schon brutal wehtun. Er ist unser bester Torschütze", sagte Bierofka über den Mann, der bereits zehn Ligatore auf dem Konto hat. Nach der MRT-Untersuchung die Erlösung: "Nur" eine Kapselverletzung und zwei Wochen Pause – kollektives Aufatmen! "Glück gehabt!", erklärte Bierofka der AZ.

Die Sechzger hatten vor dem heutigen Duell gegen Österreichs Zweitliga-Schlusslicht Blau-Weiß Linz (14.30 Uhr) noch einen besseren Gegner im Sinn und vereinbarten kurzerhand das Aufeinandertreffen gegen Lustenau, den Sechstplatzierten derselben Liga. Kurioserweise wurden Fans und Öffentlichkeit erst knapp zwei Stunden vor Anpfiff informiert.

Sascha Mölders und Markus Ziereis als Doppelspitze

Der Grund: 2014 war es bei einem Aufeinandertreffen beider Teams zu Ausschreitungen zwischen den Ultras der Sechzger und des FC Augsburg gekommen, die eine Fanfreundschaft mit Lustenau verbindet. Nun wollte man den Augsburgern keine Chance für einen neuerlichen Aufmarsch verschaffen. Im Nachhinein könnte man ob des Karger-Schocks behaupten: Am Besten hätte man sich die Neuauflage ganz erspart.

Mit der Leistung seiner Mannschaft zeigte sich Biero zufrieden: "Es war ein richtig guter Test für uns", meinte der Coach, der seine potenzielle A-Elf mit der Doppelspitze Sascha Mölders und Markus Ziereis auflaufen ließ: „Heute ging es darum, dass sich jeder 90 Minuten durchbeißt.“ Das Torhüterduell zwischen Marco Hiller (durfte gestern ran) und Hendrik Bonman (steht heute zwischen den Pfosten) sei noch nicht entschieden.

Michael Görlitz fehlt angeschlagen

Ein Bierofka-Sonderlob erhielt Siegtorschütze Kindsvater: "Benni hat ein richtig gutes Spiel gemacht, war sehr aktiv." Neulöwe Michael Görlitz ("Es zwickt im Oberschenkel") und Timo Gebhart ("Wir hoffen, dass der Heilungsverlauf seiner Spritzenkur entsprechend weitergeht") müssen sich weiter gedulden. Umso wichtiger eine Woche vor dem Rückrundenauftakt beim Club am Samstag, 24. Februar, (13 Uhr), dass es um Leistungsträger Karger doch nicht so schlimm steht wie anfangs befürchtet.

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