Neuzugang Adriano Grimaldi überzeugt beim TSV 1860Karsten Wettberg – der König von Giesing – schwärmt vom Torjäger und sagt: "Er bringt eine spielerische Qualität, die so noch nicht da gewesen ist."

München - ehn Neuzugänge hat der TSV 1860 geholt. Zehn Spieler sollen die Löwen nach dem Aufstieg in die Dritte Liga qualitativ verbessern. "Ich würde wieder alles genauso machen", erklärte Trainer Daniel Bierofka kürzlich über Sechzigs neuen Zehnerpack. Ein Mann konnte sich allerdings schon in den ersten Spielen besonders in Szene setzen – und erhielt nun ein dickes Lob seines Chefs.

"Ich bin bisher sehr zufrieden mit Adriano. Er hat schon zwei Tore und drei Vorlagen", sagte Bierofka über seinen neuen Torjäger Adriano Grimaldi. Der 27-Jährige mit dem Spitznamen "Tor-Fürst", wenngleich er mit dem gleichnamigen Adelsgeschlecht nicht verwandt oder verschwägert ist, bestach neben seinen fünf Scorerpunkten auch durch andere Fähigkeiten, weshalb ihn Bierofka adelt: "Er passt super hierher: von seiner Art und Weise, Fußball zu spielen, von seiner Mentalität, von seiner Ausstrahlung her ist er ein idealer Spieler für Sechzig München."

Wie sehr der Löwen-Trainer von seinem neuen Stürmer schwärmt, sehen Sie in diesem Video:

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Wettberg: Grimaldi "eine Riesen-Verstärkung"

Grimaldi, der Muster-Löwe. Körperlichkeit, Präsenz, aber auch eine feine Technik – Bierofka ist nicht der Einzige, der Grimaldis Qualitäten nach den ersten vier Drittliga-Partien erkannt hat. "Grimaldi hat in der letzten Saison für Preußen Münster viele Tore erzielt, zuvor bei Osnabrück überzeugt. Er bringt eine spielerische Qualität, die so noch nicht da gewesen ist. Er ist ein sehr Guter und eine Riesen-Verstärkung für Sechzig", erklärt Karsten Wettberg, der König von Giesing, auf Nachfrage der AZ über den Tor-Fürst.

Was Bierofka unter dem Stichwort des Ideal-Löwen gemeint haben dürfte – Grimaldi steht für großen Kampfgeist, der bestens zum Arbeiterverein 1860 passt. "Wie er sich reinhaut, keinen Zweikampf scheut und Gas gibt – das ist top", so Wettberg, der weiß, dass Bierofkas Elf nach dem Aufstieg "so etwas dringend gebraucht" habe. Seine mutige Prognose: "Ich sage: Wenn er sich nicht verletzt, sind 15 bis 25 Saisontore drin."

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Wo gibt’s Verbesserungsbedarf? Auch hier stößt Wettberg in dasselbe Horn wie Bierofka, der nur die Chancenverwertung in den ersten Partien bemängelte. "Den ein oder anderen Treffer mehr hätte er erzielen können wenn nicht müssen", sagt Wettberg, "aber es gab noch nie einen Torjäger, der alle seine Chancen reingemacht hat. Von dem her gibt es für mich nicht viel zu kritisieren." Auch das Zusammenspiel mit Sascha Mölders, der bisher an der Seite von Grimaldi oft deutlich blasser agierte, sei in Ordnung: "Mölders ist ein anderer Typ. Ich bin der Meinung, mit dieser Wucht kann Bierofka nach wie vor beide brauchen."

Grimaldis Motto: "Erfolg ist kein Glück"

Das Motto Grimaldis, der denselben Spruch auch auf einem Armband trägt und in den Sozialen Netzwerken postet, lautet: "Erfolg ist kein Glück." Der Stürmer dazu im Interview mit der "Bild": "Egal, ob man Fußballprofi, Maler, Schreiner oder Arzt ist: Man darf sich nie auf das Glück verlassen. Da hinzukommen, wo ich jetzt bin, war viel harte Arbeit und Hingabe. Ich bin mit meinem Beruf privilegiert, habe im Vergleich zu vielen anderen viel Zeit für meine Familie. Dafür muss man dankbar sein."

Privat sei der Deutsch-Italiener ein ruhiger Typ und Familienmensch, der viel Zeit mit Frau Francesca und seinen beiden Kindern verbringe und – trotz seines Daseins als Fußballprofi – auch mal sündige: "Ich bin ein Genussmensch, meine größte Schwäche ist Kinderschokolade. Die gibt es nach einem Sieg, nach einer Niederlage hingegen manchmal ein Gläschen Rotwein." Wegen seiner kulinarischen Genüsse wie auch einem Stückchen Kuchen "treffe ich nicht weniger". So lange Grimaldi so überzeugt wie bisher, dürfte auch Chefcoach Bierofka nichts dagegen haben.

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