Topspiel am Sonntag EHC gegen Mannheim: Duell der Giganten

Am Sonntag treffen die Nationalspieler Matthias Plachta(Mannheim) und Yannic Seidenberg (EHC Red Bull Muenchen) aufeinander. Dieses Bild stammt aus dem Vorjahr. Foto: Rauchensteiner/Augenklcik

Stars auf Eis: Am Sonntag empfängt der EHC Red Bull die Adler aus Mannheim – ein Top-Spiel in jeder Beziehung. Von den Trainern über Nationalspieler bis zu den Stadien. Die AZ vergleicht beide Teams.

München - Im Halbfinale des Vorjahres war es noch eine klare Angelegenheit. Damals bezwang der EHC Red Bull die Adler Mannheim mit 4:1 nach Spielen und zog souverän ins Endspiel ein. Doch seit dieser Saison ist klar: mit den Adlern ist wieder zu rechnen, das bewiesen sie schon im ersten Duell mit dem EHC, das die Münchner nur knapp mit 5:4 nach Verlängerung gewannen.

Am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Telekom Sport) treffen die beiden Spitzenteams in München aufeinander, es ist das Top-Duell dieser Saison. Nicht ohne Grund standen beide Mannschaften vor diesem Wochenende auf den Plätzen eins und zwei der Tabelle.
Die AZ vergleicht die DEL-Giganten.

Erfolge: Schon sieben Mal krönten sich die Adler zum deutschen Meister, seit der Jahrtausendwende gelangen immerhin noch drei Triumphe (2001, 2007 und 2015).
Die Erfolgsbilanz des EHC liest sich überschaubarer: drei Meisterschaften stehen auf der Habenseite. Allerdings wurden alle drei Titel in den vergangenen drei Jahren geholt (2016, 2017, 2018).

Trainer: In Sachen Titel kann Münchens Don Jackson kein anderer DEL-Trainer das Wasser reichen. Der 62-jährige US-Amerikaner sammelte acht Meisterschaften in Deutschland: Fünf mit den Eisbären Berlin, drei mit dem EHC Red Bull. Dazu kommt eine weitere Meisterschaft in Österreich mit dem EC Red Bull Salzburg. Mannheims Pavel Gross arbeitet erst seit 2010 als Cheftrainer in der DEL, Titel sprangen noch keine heraus. Bei den Grizzlys Wolfsburg bewies der Deutsch-Tscheche aber, wie man mit vergleichsweise kleinem Etat viel erreichen kann. Dreimal führte Gross die Niedersachsen ins DEL-Finale, scheiterte dort aber dreimal. Sein Gegenüber an der Bande war immer: Don Jackson.

Etat: Mit geschätzten elf Millionen Euro sind die Mannheimer in diese Saison gestartet und gehören damit natürlich zu den reichsten Teams der Liga. Die Red Bulls setzen noch einen drauf. Deren Etat liegt bei etwa 12,5 Millionen Euro. Absoluter Spitzenwert.

Nationalspieler: Bei den größten Klubs des Landes tummeln sich zahlreiche Nationalspieler. Im Kader des EHC stehen sechs Silberhelden von Pyeongchang (Danny aus den Birken, Daryl Boyle, Yannic Seidenberg, Yasin Ehliz, Patrick Hager und Frank Mauer), dazu mit Konrad Abeltshauser ein weiterer aktueller Nationalspieler. Auch für Mannheim spielen noch sechs Olympia-Stars (Dennis Endras, Matthias Plachta, Sinan Akdag, David Wolf, Markus Kink und Marcel Goc) sowie mit Markus Eisenschmid ein weiterer aktueller Nationalspieler.

Internationale Stars: Mit Matt Stajan verpflichtete der EHC zu Saisonbeginn einen absoluten Hochkaräter. Der Kanadier lief 1003 Mal in der NHL auf und sammelte 413 Scorerpunkte. Die Adler haben gleich acht Spieler mit NHL-Erfahrung, aber an die Zahlen von Stajan kommt keiner heran. Dennoch, mit dem US-Amerikaner Ben Smith und mit Andrew Desjardins (Kanada) hat auch Mannheim Top-Spieler in seinen Reihen.

Halle/Zuschauer: Die Adler residieren in einer der modernsten Arenen Deutschlands mit 13 600 Zuschauern. Dementsprechend gerne kommen auch die Zuschauer zu den Spielen – im Schnitt über 10 800 Fans. Nur die Eisbären Berlin (11 370) haben einen noch größeren Zuspruch. Zahlen, von denen die Münchner nur träumen – was aber auch an der derzeitigen Spielstätte liegt. Die alte Halle am Oberwiesenfeld wurde schon 1967 eröffnet und fasst lediglich 6100 Zuschauer. Durchschnittlich kommen rund 4800 Fans zu den Spielen. Noch. 2021 ziehen auch die Münchner in eine neue Multifunktions-Arena (rund 11 500). Namensgeber beider Hallen wird mit SAP übrigens ein Unternehmen aus Mannheim sein.

 

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