Kampagne an der Autobahn Tipp, tipp, tot: Drastische Kampagne warnt vor Handy am Steuer

Drastisch aber wichtig: Bilder der Werbekampagne des DVR. Foto: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Viele Menschen greifen am Steuer des Autos mal kurz zum Handy. Über die möglichen Folgen wollen der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit drastischen Werbeplakaten informieren.

Eben mal kurz eine SMS tippen oder ein neues Lied auswählen sollte eigentlich kein Problem sein. Außer man sitzt am Steuer. Dann riskiert man nämlich nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das der anderen Verkehrsteilnehmer. Laut einer Studie der Allianz ist jedes zehnte Verkehrsopfer auf Unaufmerksamkeit zurückzuführen.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) planen für mehr Aufmerksamkeit eine drastische Werbekampagne. Ab diesem Sommer sollen neue Motive auf 700 Plakatwänden entlang deutscher Autobahnen und Rastplätze zu sehen sein.

Tipp, tipp, tot - Drastische Info-Kampagne für mehr Fahrsicherheit

Drastisch aber wichtig: Bilder der Werbekampagne des DVR.

Bundesminister Andreas Scheuer sagt zu dieser Kampagne: "Tipp, tipp, tot. Multitasking am Steuer funktioniert nicht. Eine Nachricht auf dem Smartphone getippt bedeutet über 250 Meter blind fahren. Damit riskiert man nicht nur das eigene Leben, sondern auch das der anderen Verkehrsteilnehmer. Also: Hände ans Steuer und nicht ans Handy. Ich halte nichts davon, einfach die Geldbußen zu erhöhen. Unsere drastische Informationskampagne ist mir sehr wichtig und sensibilisiert alle Verkehrsteilnehmer nachhaltig."

DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer warnt ebenfalls vor dem Griff zum Handy: "Keine Nachricht ist so wichtig wie das Leben eines Menschen. Das Mobiltelefon gehört am Steuer auf keinen Fall in die Hand. Denn das komplexe Verkehrsgeschehen verzeiht auf Dauer keine Fehler bzw. Unaufmerksamkeit. Und: Beifahrer sollten einschreiten, wenn der Fahrer abgelenkt ist."

Handynutzung am Steuer - Ablenkung kann Leben kosten

Bereits Ende 2017 veröffentlichte die Initiative "Runter vom Gas" einen Kinospot, der dem ein oder anderen unaufmerksamen Fahrer hoffentlich im Gedächtnis geblieben ist. Denn die Folgen von Ablenkung am Steuer werden in dem Spot mit deutlichen Mitteln gezeigt.

Obwohl - oder vielleicht auch gerade weil - die Bilder und das Video der Kampagne einige verstören dürften, werden unaufmerksame Fahrer davon hoffentlich wachgerüttelt.

 

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