To-Do-Liste beim FC Bayern Abhaken! Neun Aufgaben für Pep Guardiola

Pep Guardiola vom FC Bayern München hat bis Jahresende noch einiges zu tun. Foto: Huebner/Vogler

Bis zum Jahresende hat Trainer Pep Guardiola beim FC Bayern München noch viel Arbeit. Was er alles schaffen muss, wie er es anpackt – und warum er seine Stars wegsperrt.

 

München - Viel zu sehen ist nicht mehr, wenn der FC Bayern sein Abschlusstraining absolviert.

Pep Guardiola hat an der Säbener Straße Vorhänge anbringen lassen, nicht mal vom Hügel hinterm Trainingsgelände kann man jetzt noch auf den Platz kiebitzen. "Ich habe mir gedacht, dass unsere Gegner immer auf dem kleinen Berg stehen und versuchen, uns zu beobachten. Aber wir brauchen Ruhe", begründet Pep Guardiola.

Der Mann denkt an alles. Und will, dass seine Spieler nicht nachlassen. Vor dem Spiel gegen Mainz (15.30 Uhr/Sky) rüffelt er sein Tabellenführer-Team. "Gegen Hannover oder Wolfsburg hatten wir große Probleme. Wir haben erst vier gute Spiele über 90 Minuten gemacht: Moskau, Schalke, Manchester und Leverkusen. Ich hoffe, dass wir in nächster Zeit auch zuhause wieder besser spielen."

Nicht die einzige Aufgabe, die Pep zu erfüllen hat. Der deutsche (2:4 gegen Dortmund) und der Uefa-Supercup (7:6 n.E. gegen Chelsea) liegen hinter ihm, die Tabellenspitze hat er auch schon erobert.

Doch folgende neun Aufgaben warten bis Jahresende noch auf Guardiola:

Götze und Thiago integrieren: 62 Millionen Euro hat Bayern für die Jungstars ausgegeben, verletzt spielten sie bislang aber keine Rolle. Götze brennt jetzt auf sein Startelf-Comeback, Pep bremst ihn: „Wir haben 105 Trainingseinheiten gehabt, Mario hat nur 41 gemacht. Er braucht mehr Zeit.” Thiago (Syndesmosebandriss) hat seine Reha begonnen, wird nicht vor November fit.

Schweinsteiger in Topform bringen: Guardiolas Vize-Kapitän muss seine Leistungen stabilisieren. Dem starken Auftritt von Schalke folgten unauffällige Spiele. Bei der Nationalelf war er auch nicht der Alte.

Vor dem Tor effizienter werden: Unter Trainer Jupp Heynckes war kein Team so treffsicher wie die Bayern, 98 Tore gab’s in der vergangenen Saison. 2013/14 haben die Münchner, vom eigenen Spiel berauscht, aber nur zwölf Prozent ihrer Chancen genutzt – das macht nur Platz 14 in der Liga. Pep sagt: „Wenn wir gut spielen, bin ich ruhig. Wenn nicht, werde ich nervös...”

Dortmund in der Liga schlagen: Das BVB-Trauma hat Bayern in Wembley besiegt. Der letzte Liga-Sieg war jedoch im Februar 2010 – unter van Gaal! Neue Chance: 23. November.

Unbesiegbar-Rekord knacken: Drei Liga-Spiele ohne Niederlage noch, dann hat Bayern den HSV, der im Jahr 1983 36 Spiele ungeschlagen blieb, eingeholt. Aber: Nach neun Spieltagen unbesiegt sein, schaffte Bayern letztmals 2007...

Herbstmeister werden: Muss Guardiola in 16 statt 17 Spielen schaffen, da das Spiel in Stuttgart wegen der Klub-WM auf 2014 verschoben wurde.

Champions-League-Vorrunde überstehen: Nach zwei Siegen gegen Moskau und Manchester auf Kurs. Gibt’s gegen Pilsen zwei Siege, ist das Achtelfinale fast schon perfekt.

Im DFB-Pokal überwintern: Am 4. Dezember geht’s zum Achtelfinale nach Augsburg, wie 2012/13 (2:0). Gut für den Cheftrainer: Er kann Augsburg am 9. November schon in der Liga observieren.

Klub-WM gewinnen: Den Weltpokal hat man dank Sammy Kuffour schon seit 2001 in der Vitrine. Eine „Klub-WM” haben die Bayern allerdings noch nie gewonnen! Am 17. Dezember geht’s im Halbfinale in Agadir/Marokko entweder gegen den Sieger der asiatischen oder der afrikanischen Champions League, im Finale dann wohl gegen die Brasilianer von Atlético Mineiro (mit Ronaldinho). Pep: „Ich sage nicht, wie viele Titel wir gewinnen werden – nein, nein! Ich sage nur, dass wir gut spielen werden.”

 

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