Timm Klose über die Viererkette „Pelle und ich haben unseren Job getan“

Unübersehbar mausert sich der FCN zu einer schwer einnehmbaren Festung. Das Prunkstück ist die Defensive. Innenverteidiger Timm Klose gibt Auskunft.

 

Nürnberg – In seinem lieblichen Schweizer Akzent ist Timm Klose selbstkritisch: „Im Spielaufbau möchte ich mich verbessern.“ Der Innenverteidiger ärgert sich über die ersten zehn Minuten in Freiburg: „Da habe ich viele Bälle nicht an den Mann gebracht.“

Nicht nur offensiv, auch defensiv will der Schweizer Nationalspieler „noch kompromissloser sein“. Über die Aussage des Augsburger Verteidigers Matthias Ostrzolek wundert er sich, dass dieser als Linksverteidiger Mann-gedeckt wurde: „Das war für mich auch neu“, lächelt der 24-Jährige süffisant, „da ist sicher Frust dahinter, wenn man so ein brisantes Spiel verliert“. Klose sieht es gelassen: „Wir haben unseren Stiefel heruntergespielt.“

Neben Klose ist Per Nilsson eine feste Größe in der Innenverteidigung. „Pelle und ich haben unseren Job so weit so gut getan“, gibt sich Klose selbstbewusst. Zwei Säulen, die unverrückbar sind?

Als Backup wurden Noah Korczowski und Berkay Dabanli verpflichtet. „Wir haben zwei junge, hungrige Innenverteidiger hintendran“, so Klose, der auch um Geduld für die Konkurrenz bittet. „Sie können nicht von null auf 100 in der Bundesliga Fuß fassen.“

"Wir funktionieren als Mannschaft relativ gut"

Auf den Außenverteidiger-Positionen hatte das Duo Klose/Nilsson zuletzt verschiedene Nebenmänner: Javier Pinola, Marvin Plattenhardt, Timothy Chandler, Hanno Balitsch. Kein Problem für die Innenverteidiger: „Wir funktionieren als Mannschaft relativ gut.“

Für Klose hat der junge Plattenhardt seinen Job ganz gut gemacht, und Hanno Balitsch sei eh ein Allrounder: „Man sieht, dass er super Qualitäten hat.“ Den Grund kennt Klose auch: Er vermutet, Balitsch sei beflügelt gewesen, durch die Geburt seines zweiten Kindes.

„Pino ist lange genug dabei.“ Der Publikumsliebling musste erneut für den jüngeren Plattenhardt weichen, aber Klose versichert, dass „er (Pinola) weiß, wie es in der Bundesliga abläuft“.

Darüber hinaus hätte man gesehen, dass er „gleich da war und seinen Job richtig gut macht hat“. Warme Worte für die Mitspieler, die man dem sympathischen Schweizer aber auch abnimmt.

 

0 Kommentare