Tierliebhaberin in Schwabing Das ist Rex: Wer gibt ihm ein Zuhause?

Das ist Rex. Zurzeit ist er in Schwabing daheim. Foto: Steffi Hill

Der Collie-Husky-Mischling ist noch ein wenig tapsig auf den Beinen, denn als Welpe wurde er offenbar misshandelt. Ansonsten ist Rex wie viele junge Hunde: verspielt und anhänglich.

 

Schwabing - Ein bisschen Collie, ein bisschen Husky, und wer ihn spielen sieht, kann schmunzeln: Rex - fünf Monate jung - ist noch ein wenig tapsig mit seinen großen Pfoten. Ein junger Hund, dessen Gang holpert, und der alles Neue beschnuppert. So wie viele andere Hunde in seinem Alter - nur Rex ist auffällig lieb und anhänglich. Er tobt gern mit anderen Hunden, gewiss ist er dabei ein wenig behutsamer als andere.

Denn als Welpe ist er vermutlich geschlagen worden, sagt seine Besitzerin Steffi Hill aus Schwabing. Sie hat Rex vor wenigen Wochen von einer Pflegestation in Ludwigsburg übernommen und ihm bei ihr daheim geholfen, wieder auf die Beine zu kommen. Mit Protein-Futter, Vitaminen, einer Gehhilfe für die linke, noch taube Pfote - und vielen Streicheleinheiten.

Gefunden wurde Rex nach seiner Geburt am Straßenrand in Rumänien, sagt die 37-Jährige. Von Beruf ist sie Architektin, ehrenamtlich engagiert sie sich für Tiere in Not. Vermutlich habe Rex, als er noch ein Baby war, jemand mit voller Härte auf den Kopf geschlagen. Denn der Tierarzt in München habe ein Hirntrauma festgestellt, auch der Halswirbel war angebrochen. Der Collie-Husky-Mischling ist zudem blind. Das Futter muss Steffi Hill für Rex pürieren, ans Trockenfutter müsse er sich noch gewöhnen, sagt der Tierarzt. Mit dem Kauen hat er noch Probleme.

"Rex' schnelle Genesung ist enorm", sagt Steffi Hill. Der Arzt habe gesagt, es grenze an ein Wunder, dass das verletzte Tier sich ohne Physiotherapie so schnell erholt habe. Man müsse dem Kerlchen etwa ein halbes Jahr geben, bis das Gefühl in der linken Pfote ganz zurückkommt, so seine Prognose. "Die Nerven dort wachsen pro Monat etwa einen Zentimeter zusammen", hat die Besitzerin gelernt.

Nur kann sich die Münchnerin auf Dauer nicht selbst um Rex kümmern. Sie würde ihn gerne "in gute Hände" geben, sagt sie, der Hund brauche "ein liebevolles Zuhause" und ein Herrchen oder Frauchen mit genügend Zeit, um den Hund zu pflegen. "Rex  ist stubenrein, geht gerne spazieren und versteht sich gut mit anderen Hunden", versichert sie. "Er ist brav und schmust gerne." Und wenn Rex einen Gast daheim begrüßt, macht er vor Freude "richtige kleine Bocksprünge".

Wer für Rex da sein möchte und sich mit Hunden auskennt, kann sich an die Besitzerin wenden. Per E-Mail an: Steffi_Hill@gmx.de.

 

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