Thomas Strunz „Martínez muss schnell Deutsch lernen”

Thomas Strunz muss vielleicht auf sein nächstes Gehalt verzichten. Foto: dpa

Hier spricht Strunz über seine Ex-Vereine Bayern und Stuttgart sowie den 40-Millionen-Einkauf

 

MÜNCHEN Thomas Strunz spielte einst für den FC Bayern und für den VfB Stuttgart – am Sonntag stehen sich beide gegenüber (17.30 Uhr, live bei Liga total und Sky). Hier spricht der „Liga total”-Experte, der das Spiel analysieren wird, über...

...Javi Martínez’ Vorzüge: „Er spielt nicht spektakulär, gibt einer Mannschaft aber Struktur. Er ist taktisch gut geschult, kann das Spiel lesen. Er kann auch alleine vor der Abwehr spielen. Er ist ein Spielertyp, den Bayern so nicht hat.”

...Geduld mit Martínez: „Dass Heynckes Spanisch spricht, vereinfacht ihm den Einstieg. Martínez muss aber so schnell wie möglich Deutsch lernen, weil er auf einer sensiblen Position spielt, die perfekte Abstimmung erfordert.”

...einen vergleichbaren Spielertyp: „Bei Barcelona spricht man von Messi, Xavi und Iniesta – aber Sergio Busquets ist der Mann, der ihnen überhaupt erst ermöglicht, so zu spielen. So einer ist Martínez auch.”

...den Stuttgart-Trainer Bruno Labbadia: „Er ist deutlich ausgeglichener und ruhiger als zu Beginn seiner Karriere. Bruno hat aus Leverkusen und Hamburg viel mitgenommen. Mit Fredi Bobic zusammen macht er in Stuttgart einen prima Job. Ich denke, dass der VfB am Ende auch wieder um die Europa-League-Plätze spielt.”

...den ihm zugeschriebenen Spruch „Das schönste an Stuttgart ist die Autobahn nach München”: „Das wird wie die Pressekonferenz von Giovanni Trapattoni wohl immer an mir hängen bleiben. Dabei habe ich das nie gesagt, es stand einfach irgendwann in der Zeitung. Das Witzige ist ja, dass die A8 alles andere als schön ist. Umso bitterer, dass jeder glaubt, dass ich das so gesagt habe.”

 

7 Kommentare