Thomas Müller vor BVB-Duell "Aus dem Urlaub heraus 90 Minuten spielen? Kein Problem!"

Thomas Müller freut sich immer auf Duelle mit dem BVB - selbst direkt nach dem Urlaub. Foto: dpa

Trotz erst weniger Tage Training fühlt sich Thomas Müller bereit und motiviert für die Partie um den Supercup seines FC Bayern bei Borussia Dortmund. "Es geht um den ersten Titel", sagte der Fußball-Weltmeister am Donnerstag - auch wenn andere Pokale in der Saison natürlich wichtiger seien.

 

München – "Es ist schön, mit so einem Spiel zu starten, als mit einem Nullachtfünfzehn-Freundschaftsspiel", betonte der Offensivmann vor dem Match am Sonntag (20.30 Uhr/ZDF/Sky). Bayern gegen Dortmund sei seit Jahren ein Duell, "wo die ganze Nation drauf schaut". Obwohl er selbst erst seit einer Woche im Training sei, denke er schon, "dass wir heiß sind und das Ding gewinnen wollen".

Nach vier Wochen Urlaub fühlt sich Müller persönlich fit für das Prestigeduell in Dortmund, notfalls auch über die ganze Spielzeit. "Grundsätzlich sehe ich mich auch in zehn Jahren noch in der Lage, aus dem Urlaub heraus 90 Minuten zu spielen ohne Probleme. Das Wie ist vielleicht die Frage. Aber wenn ich nicht mehr neunzig Minuten Fußball spielen kann, ist es an der Zeit zum Aufhören", sagte der 26-Jährige.

Nach einigen Patzern zuletzt vom Elfmeterpunkt, unter anderem auch bei der EM in Frankreich, sieht er sich indes nicht mehr als Schütze Nummer eins bei den Bayern: "Falls es ein Elfmeterschießen gibt am Sonntag, ist die Gefahr groß, dass ich antrete. Wenn es einen Elfmeter im Spiel gibt, denke ich, wird das jemand anderes machen."

Müller nimmt Hummels in Schutz - und wirbt bei den Fans um Nachsicht

Nach all den Scherzen wurde es dann aber auch etwas ernster: Thomas Müller warb bei den Borussen-Fans für Verständnis und Zurückhaltung im Hinblick auf seinen Bayern-Teamkollegen Mats Hummels.

Dem Verteidiger, der nach achteinhalb Jahren BVB nach München wechselte, drohen am Sonntag Unmutsbekundungen von den Tribünen. "Pfiffe wären aus meiner Sicht vollkommener Quatsch", sagte Müller am Donnerstag und erinnerte an Hummels' Vergangenheit: "Er hat ich weiß nicht wie viele Jahre für Dortmund seine Knochen hingehalten. Er hat wirklich den Erfolg mit zurückgebracht als führende Figur, auch in den letzten Jahren. Man kann auch mal ein bisschen Dankbarkeit zeigen."

Der Abwehrspieler selbst hatte jüngst bereits gesagt, dass er sich auf Pfiffe einstelle, damit aber umgehen könne. "Mats macht nicht den Eindruck, als ob er Angst hat vor der Situation", ergänzte Müller.

 

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