"Theresa" in der Maxvorstadt Detailverliebtes Dinner

Die Theresa war von Anfang an beliebt: Am Wochenende empfiehlt sich eine Reservierung. Foto: Daniel von Loeper

In der Theresienstraße hat die „Theresa“ eröffnet: Die Hauptrolle spielt das Steak, aber auch Frühstück und Fisch sind alles andere als Komparsen. Heimlicher Star: Die Kegelbahn

 

Fast wäre die „Seerose“ in Schwabing kein italienisches Restaurant geworden, sondern ein Steakhaus. „Aber die Lage war uns nicht kosmopolitisch genug, so direkt im Grünen am Englischen Garten“, sagt Stephanie Thatenhorst. Die Idee trug die Familie Thatenhorst weiter mit sich herum – und eröffnete vor ein paar Wochen die „Theresa“ in der Theresienstraße.

In die Maxvorstadt passt das Konzept perfekt: Das Viertel ist so vielschichtig und belebt“, sagt die Gastronomin. Tatsächlich ist das Restaurant seit der Eröffnung sehr gut besucht, und das trotz Wiesn. An Wochenenden ist eine Reservierung zu empfehlen. Wo früher mal ein Pizzaofen stand, ist jetzt der offene Grill, auf dem abends Steaks brutzeln – ein 250-Gramm-Steak vom amerikanischen Nebraska Roastbeef (24 Euro, 500 Gramm 47 Euro), ein Kotelett vom Schwäbisch-Hällischen Schwein (14,50), oder auch ein 800-Gramm-Porterhouse-Steak (49 Euro).

Das ist das Herz der Theresa, aber nicht alles. Schon zum Frühstück öffnet das Lokal, die Kreationen auf den Tellern reichen vom French Toast mit Banane und Zimt (5 Euro) über Egg Benedict (7,50) bis zum Vielkornbrot mit Avocado, Zitrone, Koriander und pochiertem Ei (6,50). Das täglich wechselnde, dreigängige Mittagsmenü gibt es werktags für 9,50 Euro, da folgen etwa Spaghetti mit Rehragout und Preiselbeeren auf mit Tomate und Rucola gratinierte Auberginen, zum Abschluss ein Schokomousse mit Quittenkompott. Wer abends keine Fleischeslust verspürt, greift oft zum Couscous mit Kürbis, Rosinen, Erdnüssen und Minze (9,50), oder zum Fisch, dem „Catch of the Day“.

An der Bar, die sich durch den länglichen Raum schlängelt, werden die Aperitifs und Cocktails gemixt. So wie der Ketchup für die Burger hausgemacht ist, kommt in einen Bloody Mary echter Tomatensugo, den Kaffee bezieht die Theresa aus einer Privatrösterei in der Toskana. Und das Bier kommt in gekühlten Steinkrügen an den Tisch. „Diese Detailverliebtheit macht uns und unsere Läden aus“, sagt Stephanie Tathenhorst – Neben der Seerose betreibt ihre Familie den Kaisergarten und die Bar Freebird.

Einen charmanten Mix aus alt und neu trägt die Theresa zur Schau, im Eingangsbereich eine Ansammlung an Retro-Sesseln und 60er-Jahre-Couchtischen, auf denen die Gäste gern den hausgemachten Kuchen verspeisen oder einen Drink nehmen. Die lange Tafel ist aus alten Dielenböden gezimmert, angeleuchtet wird sie von nackten Glühbirnen, während dem weiß eingedeckten Restaurantbereich Designerlampen aus Eierkartons Licht bringen.

Der Renner aber ist die Kegelbahn im Keller, die sich Freunde oder Kollegen mieten können. Nach Absprache wird der Kühlschrank dort unten gefüllt, der eigene MP3-Player macht an der Stereoanlage den Sound des Abends und die Feier ist ganz für sich. Aber ein Telefon steht bereit – falls der Magen einen Hummer-Burger von der Theresa möchte. 


Theresienstraße 29, täglich ab 9 Uhr, theresa-restaurant.com, Tel.: 28 80 33 01

 

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