Thema im NSU-Prozess "Pogromly": Das Nazi-Spiel von Mundlos und Zschäpe

Mit dem Nazi-Spiel "Pogromly" wollte Beate Zschäpe ihre Kasse aufbessern. Das perfide Spiel ist Thema beim NSU-Prozess in München. Foto: Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz / dpa

Mit einem antisemitischen Spiel wollten sich Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe Geld dazuverdienen. Das widerwärtige Spiel ist Thema beim NSU-Prozess in München.

 

München – Nach einer Woche Unterbrechung wird an diesem Dienstag (9.00 Uhr) der NSU-Prozess mit der Vernehmung mehrerer Kriminalbeamter fortgesetzt. Dabei soll es unter anderem um die verschiedenen Wohnungen des Neonazi-Trios gehen sowie um das antisemitische „Pogromly“-Spiel, das der Anklage zufolge Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe entwickelt und in einer kleinen Serie hergestellt hatten.

Das in Anlehnung an das Gesellschaftsspiel „Monopoly“ konzipierte Spiel verherrlicht den Nationalsozialismus und den Völkermord an den Juden. Es belegt laut Anklage „in perfider Weise die vollständige Identifikation der Drei mit dem Völkermord an den Juden im "Dritten Reich"“.

Am Montag hatten 33 Nebenklageanwälte in einer gemeinsamen Erklärung scharfe Kritik an den Ermittlungsbehörden geübt. Sie werfen der Bundesanwaltschaft vor, sie versuche, „sämtliche Aufklärung zu blockieren, die über ein bloßes Abhaken der formalen Anklagepunkte hinaus geht“.

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