Test für Polit-Rückkehr CSU: Guttenberg soll größere Rolle im Bundestagswahlkampf spielen

Karl-Theodor zu Guttenberg soll die CSU offenbar stärker unterstützen, als bislang bekannt war. Foto: dpa

Vor sechs Jahren trat Karl-Theodor zu Guttenberg als Bundesverteidigungsminister wegen seiner Plagiatsaffäre zurück. Seither wird immer wieder über ein Comeback spekuliert. Auch jetzt vor dem anstehenden Bundestagswahlkampf.

München/Berlin - Der ehemalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wird nach "Focus"-Informationen stärker in den Wahlkampf der CSU eingebunden als bislang bekannt. So soll Guttenberg im August und September in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken als Redner bei Veranstaltungen auftreten, heißt es.

Sein Einsatz werde in der CSU auch als Test gesehen, wie gut der 2011 wegen einer Plagiatsaffäre zurückgetretene Ex-Politiker heute bei den Wählern ankomme. Vom Zuspruch bei den Veranstaltungen hänge seine Rückkehr in ein öffentliches Amt ab.

Über eine Rückkehr Guttenbergs in die Politik wird seit langem spekuliert. CSU-Chef Horst Seehofer holte ihn in seinen außenpolitischen Beraterkreis. Anfang März gab es in Neufahrn ein demonstratives Treffen, bei dem beide das Engagement Guttenbergs im Wahlkampf ankündigten. "Er strebt ja jetzt keine Position an, sondern er will seiner Familie helfen, seiner CSU", sagte Seehofer damals.

Guttenberg war 2011 zurückgetreten, weil er seine Doktorarbeit in Teilen abgeschrieben und dann herumlaviert hatte, als dies bekannt wurde. Er zog sich aus der aktiven Politik zurück und lebt mit seiner Familie in den USA, wo er eine Beratungs- und Investmentfirma hat.

 

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