Terror in Paris - Newsblog Mindestens ein Deutscher unter den Todesopfern!

Schüsse, Explosionen, Tote und Verletzte: die Bilder von der verheerenden Anschlagsserie in Paris. Foto: dpa

Tag zwei nach dem schrecklichen Terrorakt in Frankreich: Die Zahl der Toten ist mittlerweile auf 129 gestiegen, Menschen in Paris und der ganzen Welt trauern. Französische Ermittler veröffentlichten am Sonntag den Namen von einem der Attentäter.

  • Terroristen richten mit Maschinengewehren und Sprengstoff ein Blutbad in Paris an
  • Zahl der Todesopfer steigt auf 129, 352 Menschen liegen teils schwer verletzt im Krankenhaus
  • Einer der Terroristen ist identifiziert: Ermittler veröffentlichen den Namen Ismael Omar M.
  • Auswärtiges Amt bestätigt: Mindestens ein deutscher Staatsbürger ist getötet worden

Paris -  Staatstrauer in Frankreich: Zehn Monate nach dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" ist Paris am Freitagabend erneut von einer Serie des Terrors erschüttert worden. Bei Anschlägen an mehreren Orten wurden mindestens 129 Menschen kaltblütig getötet, viele weitere zum Teil schwer verletzt.

Präsident François Hollande verhängte mit sofortiger Wirkung den Ausnahmezustand. Die französischen Grenzen bleiben geschlossen. 1.500 zusätzliche Soldaten wurden mobilisiert. Bundesinnenminister Thomas de Maizière bot Paris Hilfe durch deutsche Spezialkräfte an.

Aktuelle Informationen aus Paris im AZ-News-Blog:

+++ 10:57 Uhr: Mindestens ein Opfer aus Deutschland +++

Wie das Auswärtige Amt am Sonntagvormittag mitteilte, soll unter den Todesopfern mindestens ein deutscher Staatsbürger sein. Ob auch Deutsche unter den Verletzten sind, konnten die Behörden in Berlin noch nicht bestätigen.

+++ 09:07 Uhr: Zweites Attentäter-Auto östlich von Paris gefunden +++

Mindestens einem Terrorkommando scheint nach den Anschlägen von Paris zunächst die Flucht gelungen zu sein. Französische Ermittler stellten am Sonntag ein weiteres Auto östlich von Paris sicher, wie der Sender Europe 1 berichtete. Der schwarze Seat soll nach Einschätzung der Ermittler von den Terroristen benutzt worden sein, die vor mehreren Cafés und Restaurants wahllos Menschen erschossen. Unklar blieb, ob der oder die Täter weiter auf der Flucht sind, oder bereits am Samstag in Belgien gefasst wurden.

+++ 08:37 Uhr: Ein Attentäter ist identifiziert: Ermittler veröffentlichen den Namen Ismael Omar M. +++

Bei einem der Selbstmordattentäter handelt es sich offenber um einen 29-Jährigen mit französischem Pass. Ismael Omar M. war anhand eines Fingerabdrucks am Tatort identifiziert worden. Das bestätigte am Sonntagmorgen ein Abgeordneter des französischen Parlaments. Der 29-Jährige lebte offenbar bis 2012 in Chatres, einer Stadt 90 Kilometer südlich von Paris. Bereits 2010 soll der 29-Jährige bei den französischen Behörden aktenkundig geworden sein. Alles deutet darauf hin, dass er spätestens ab Anfang 2014 längere Zeit in einem Terrorcamp in Syrien verbracht hat.

Polizisten haben am Abend auch den Vater und einen Bruder von Ismael Omar M. verhaftet. Die Wohnungen der beiden Männer sind noch am Abend durchsucht worden, berichten mehrere Medien.

+++ 08:20 Uhr: Auswärtiges Amt: Keine Gewissheit, ob Deutsche unter Opfer waren +++

Eineinhalb Tage nach den Attentaten von Paris ist weiterhin unklar, ob es deutsche Opfer gegeben hat. Das Auswärtige Amt in Berlin habe in diesem Zusammenhang noch keine Gewissheit, teilte ein Sprecher am Sonntagmorgen in Berlin mit. Im Außenministerium wurde ein Krisenstab eingerichtet, der mit der Botschaft Paris und den französischen Behörden in Kontakt steht. Bei den Attentaten waren am späten Freitagabend 129 Menschen getötet und mehr als 350 verletzt worden.

Terror in Frankreich: Der Newsblog von Samstag zum Nachlesen:

+++ 19:52 Uhr: Festnahme in Belgien: Verdächtiger war Freitagabend in Paris +++

Nach den Anschlägen von Paris haben belgische Anti-Terror-Ermittler eine Person festgenommen, die am Freitagabend in der französischen Hauptstadt war. Das bestätigte der belgische Premierminister Charles Michel am Samstagabend nach einem Großeinsatz der Polizei im Brüsseler Stadtteil Molenbeek.

+++ 19:31 Uhr: Neue Zahlen: 129 Tote, 352 Verletzte  +++

Staatsanwalt François Molins zog am Samstag in Paris eine vorläufige Bilanz: Es gebe 129 Tote, 352 Verletzte, 99 davon sind akute Notfälle. Sieben Terroristen seien gestorben.

+++ 19:05 Uhr: Ein Attentäter hatte Ticket für Frankreich - Deutschland +++

Die Attentäter von Paris wollten einem Bericht des «Wall Street Journal» zufolge offenbar einen Anschlag direkt im Fußballstadion beim Länderspiel Deutschland-Frankreich verüben. Mindestens ein Attentäter habe ein Ticket für das Spiel gehabt. Er sei von einem Ordner beim Sicherheitscheck aufgehalten worden, berichtet die Zeitung am Samstag (Online) unter Berufung auf einen anderen Ordner und einen Polizisten. Bei dem Attentäter sei etwa eine Viertelstunde nach Spielbeginn am Stadioneingang eine Sprengstoff-Weste entdeckt worden. Beim Versuch zu entkommen, habe der Mann den Sprengstoff zur Explosion gebracht. Der Polizist vermutetet laut «Wall Street Journal», dass der Angreifer den Sprengstoff im Stadion zünden wollte. Ziel sei vermutlich eine Massenpanik bei den Zuschauern gewesen, hieß es weiter

+++ 18:40 Uhr: Mögliche Komplizen der Attentäter festgenommen +++

Die belgische Polizei hat bei einem Großeinsatz nach den Anschlägen von Paris mehrere Menschen festgenommen. Das sagte ein Sprecher von Justizminister Koen Geens am Samstagabend nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga.

+++ 18:30 Uhr Belgische Justiz: Eine Spur der Pariser Attentäter führt nach Brüssel +++

Eine Spur der Attentäter von Paris führt nach Behördenangaben nach Belgien. Nach den Anschlägen sei ein Mietwagen mit einer Verbindung in den Brüsseler Stadtteil Molenbeek in Paris entdeckt worden, sagte ein Sprecher von Justizminister Koen Geens am Samstag nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga. Eine zweite Spur führt nach Athen.

+++ 17:42 Uhr: Staatsanwalt gibt am Abend Pressekonferenz zu Attentaten von Paris +++

Der für Terrorismus zuständige französische Staatsanwalt François Molins hat für Samstagabend eine Pressekonferenz angekündigt. Molins will demnach um 19.00 Uhr im Justizpalast von Paris über die Anschläge vom Freitagabend mit mindestens 128 Toten informieren.

+++ 17:00 Uhr: Bewaffneter Franzose am Londoner Flughafen festgenommen +++

Neue Informationen aus London. Nachdem heute  Vormittag ein Terminal des Londoner Flughafens Gatwick aus Sicherheitsgründen geräumt worden ist, teilte die britische Polizei mit, dass bei diesem Zwischenfall ein bewaffneter Franzose festgenommen wurde.

+++ 15:43 Uhr: "Eagles"-Crew-Mitgieder werden vermisst +++

Einige Crew-Mitglieder der "Eagles of Death Metal" werden weiter vermisst. Das sagte der deutsche Konzertveranstalter der Band:"Man muss befürchten, dass sie leider Opfer dieser verabscheuungswürdigen Angriffe geworden sind." Hier geht's zur aktualisierten Meldung.

+++ 15:37 Uhr: Auch New York zollt Tribut +++

+++ 15:35 Uhr: Sydneys Oper in Frankreich-Farben +++

+++ 15:28 Uhr: Auch Spanien verstärkt Sicherheitsmaßnahmen +++

Die Regierung von Spanien hat nach den Anschlägen von Paris eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen beschlossen, den Terror-Alarm aber vorerst weiter auf der zweithöchsten Stufe gelassen. Die Sicherheit solle "in einigen Bereichen" erhöht werden, sagte Innenminister Jorge Fernández Díaz nach einer Dringlichkeitssitzung des Nationalen Sicherheitsrates am Samstag in Madrid

+++ 15:23 Uhr: Pariser Krankenhäuser versorgen 300 Menschen +++

Die Pariser Krankenhäuser haben nach der Terrorwelle 300 Menschen versorgt. 80 Opfer seien als akute Notfälle behandelt worden, teilte die Krankenhausverwaltung am Samstag mit. 43 Menschen wurden als Zeugen oder Angehörige von Opfern in Behandlung genommen. Bis zum frühen Nachmittag hätten 53 Menschen die Krankenhäuser bereits wieder verlassen können. Die Mehrheit der Betroffenen stehe unter Schock und litt unter Traumata, die eine längerfristige Versorgung nötig machen könnten.

+++ 15:15 Uhr: Polizeiermittler: Ein Attentäter war Franzose +++

Mindestens einer der Attentäter von Paris ist französischer Staatsangehöriger. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstagnachmittag unter Berufung auf Polizeiermittler.

+++ 15:01 Uhr: Eiffelturm bleibt geschlossen +++

Nach den Terroranschlägen in Paris bleibt der Eiffelturm bis auf weiteres für Besucher gesperrt. Dies teilten die Betreiber des berühmtesten Wahrzeichens der französischen Hauptstadt am Samstag mit. "Der Eiffelturm ist derzeit geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis", hieß es auf der Webseite des Turms.

+++ 14:58 Uhr: Erschossener Täter war Geheimdienst bekannt +++

Der erschossene Attentäter ist laut den Behörden in Paris Franzose. Außerdem meldet "EuroNews", dass der Mann bereits dem französischen Geheimdienst bekannt war.

+++ 14:50 Uhr: Frankreich-Testspiel soll stattfinden +++

Das Testspiel von EM-Gastgeber Frankreich am kommenden Dienstag im Londoner Wembley-Stadion gegen England soll trotz der Terrorattacken von Paris ausgetragen werden. Das berichtete die Sportzeitung "L'Équipe" auf ihrer Internetseite mit Berufung auf den Französischen Fußballverband FFF. Nur im Falle einer konträren Entscheidung der Sicherheitsbehörden müsste die Partie ausfallen.

+++ 14:36 Uhr: Dramatische Flucht im Video +++

Ein Reporter der Zeitung "Le Monde" filmte, wie die Konzertbesucher im "Bataclan" vor den Terroristen flüchten. Hier geht's zum Video.

+++ 14:30 Uhr: Söder erntet Shitstorm +++

Shitstorm gegen Bayerns Finanzminister Markus Söder wegen eines geschmacklosen Tweets. Hier geht's zur Meldung.

+++ 14:12 Uhr: Krisentreffen im Kanzleramt beendet +++

Das Krisentreffen der Bundesregierung zu den Terroranschlägen von Paris ist am Samstag nach gut einer Stunde zu Ende gegangen. Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur will Innenminister Thomas de Maizière (CDU) in Kürze die Öffentlichkeit unterrichten.

+++ 14:03 Uhr: Zwei Angreifer offenbar identifizert - Auch Frau dabei +++

Nach Informationen des französischen Radio-Senders „Europe 1“ sollen zwei Attentäter von Paris identifiziert worden sein – bei einem handele es sich um einen Franzosen, beim anderen um einen Mann aus Syrien. Offenbar auch unter den toten Angreifern: eine Frau.

+++ 14:02 Uhr: Landesweite Schweigeminute am Montag +++

Frankreich will der Opfer der blutigen Terroranschläge am Montagmittag mit einer Schweigeminute gedenken. Die Flaggen sollen auf Halbmast gesetzt werden, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Umgebung des Premierministers Manuel Valls meldete. Zuvor hatte Präsident François Hollande bereits eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen.

+++ 13:54 Uhr: Viele offene Fragen +++

Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren - noch immer sind viele Dinge zum Terrorangriff unklar. Was wir bisher wissen - und was nicht.

+++ 13:48 Uhr: Zahl der Verletzten steigt auf 250 +++

Laut Nachrichtenagentur AFP sind bei den Anschlägen in Paris rund 250 Menschen verletzt worden, 99 von ihnen schwer.

+++ 13:38 Uhr: Syrischer Pass bei Attentäter gefunden +++

Bei einem der Attentäter von Paris ist ein syrischer Pass gefunden worden. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstagnachmittag unter Berufung auf Polizeikreise.

+++ 13:23 Uhr: Al-Assad macht Westen für Paris-Terror mitverantwortlich +++

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hat den Westen für die Ausbreitung des Terrors mitverantwortlich gemacht. Die Terrorangriffe vom Freitag seien untrennbar damit verbunden, was seit fünf Jahren in Syrien passiere, sagte Assad der amtlichen Nachrichtenagentur SANA zufolge am Samstag bei einem Treffen mit einer Delegation französischer Politiker und Medienvertreter.

"Die fehlgeleitete Politik der westlichen Staaten, vor allem Frankreichs (...) haben zur Expansion des Terrorismus beigetragen", sagte Assad.

+++ 13:16 Uhr: Gabriel: Flüchtlinge dürfen nicht leiden +++

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat davor gewarnt, angesichts des Terrors in Paris Vorbehalte gegenüber muslimischen Flüchtlingen zu schüren. "Es suchen viele Menschen Schutz und Sicherheit in Europa", sagte Gabriel am Samstag in Berlin. "Wir dürfen sie jetzt nicht darunter leiden lassen, dass sie aus den Regionen kommen, aus denen der Terror zu uns in die Welt getragen wird."

+++ 13:12 Uhr: Bundespräsident Gauck trägt sich in Kondolenzbuch ein +++

In Anwesenheit von Frankreichs Botschafter Philippe Etienne schrieb Bundespräsident Joachim Gauck in der Botschaft von Frankreich in das Kondolenzbuch.

+++ 13:06 Uhr: Papst: Paris-Terror "Teil" des dritten Weltkriegs +++

Papst Franziskus hat die Terroranschläge von Paris scharf verurteilt und den Hinterbliebenen sein Mitgefühl ausgesprochen. "Es gibt keine Rechtfertigung für solche Taten. Das ist nicht menschlich", sagte der Argentinier dem Sender TV2000 der italienischen Bischofskonferenz am Samstag. Auf die Frage, ob damit der Dritte Weltkrieg in Stücken fortgesetzt werde, vor dem Franziskus bereits oft gewarnt hatte, sagte er: "Das ist ein Teil davon."

+++ 12:58 Uhr: Paris-Anschläge waren "kriegsmäßige Planungen +++

Die Anschläge von Paris stellen nach Expertenansicht eine neue Dimension des Terrorismus dar. Es handele sich um eine koordinierte Aktion und eine synchrone Anschlagsserie einer ganzen Zelle, sagte der Terrorexperte Rolf Tophoven am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Das operative Vorgehen der Terroristen zeige zunehmend "kriegsmäßige Planungen", bei dem die Täter an mehreren Orten gleichzeitig zuschlagen.

+++ 12:50 Uhr: Merkel telefoniert mit Hollande +++

Kanzlerin Angela Merkel hat dem französischen Staatspräsidenten François Hollande in einem Telefonat die Anteilnahme der Bundesregierung und des deutschen Volkes übermittelt. "Deutschland trauert mit den Opfern und wünscht den vielen Verletzten baldige Genesung", sagte Merkel nach einer Mitteilung von Regierungssprecher Steffen Seibert am Samstag.

+++ 12:48 Uhr: Terminal am Londoner Flughafen Gatwick evakuiert +++

Ein Terminal des Londoner Flughafens Gatwick ist am Samstagvormittag aus Sicherheitsgründen geräumt worden. Dies teilte der Flughafen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. «Wegen eines Vorfalls wurde das Nordterminal als Vorsichtsmaßnahme evakuiert», hieß es. Der Sender BBC berichtete unter Berufung auf die Polizei von einem verdächtigen Paket.

+++ 12:42 Uhr: Ausnahmezustand in Frankreich mit Grenzkontrollen +++

+++ 12:22 Uhr: Belgische Regierung - Bürger sollen Paris-Reisen absagen +++

Belgien hat seine Staatsbürger aufgefordert, alle nicht notwendigen Paris-Reisen vorerst abzusagen. Zudem kündigte Premierminister Charles Michel über den Kurznachrichtendienst Twitter schärfere Kontrollen bei öffentlichen Veranstaltungen an. Die Belgier sollten sich aber dennoch nicht von Angst vereinnahmen lassen, schrieb er am Samstag.

+++ 12:06 Uhr: Bataclan-Band sollte in München auftreten +++

Die "Eagles of Death Metal", die am Freitagabend in der Konzerthalle Bataclan aufgetreten sind, sollten im Rahmen ihrer aktuellen Tour auch in München Halt machen. Ob das Konzert im Kesselhaus nun stattfindet, ist allerdings ungewiss. Hier geht's zur Meldung.

+++ 12:03 Uhr: ISIS spricht von "gesegnetem Angriff" +++

In der im Internet veröffentlichten ISIS-Erklärung heißt es, „acht Brüder“ mit Sprengstoffgürteln und Sturmgewehren hätten einen „gesegneten Angriff“ auf das „Kreuzzug-Frankreich“ verübt. Zuvor hatte bereits Frankreichs Präsident François Hollande den IS für die Anschläge verantwortlich gemacht. Hier geht's zur Meldung.

+++ 11:56 Uhr: IS-Terrormiliz bekennt sich zu Anschlag +++

Die Terrormiliz IS hat sich in einer zunächst nicht verifizierbaren Erklärung zu den Anschlägen von Paris bekannt. Im Internet tauchte am Samstag eine entsprechende Botschaft im Namen des Islamischen Staates auf.

+++ 11:38 Uhr: Brandenburger Tor soll in französischen Farben leuchten +++

Nach der verheerenden Terrorserie in Paris soll das Brandenburger Tor in Berlin am Samstagabend in den französischen Nationalfarben leuchten. "Wir werden jetzt solidarisch sein mit unseren französischen Freunden", sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Samstag auf dem Landesparteitag der Sozialdemokraten. Das Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt soll in den Trikolore-Farben Blau, Weiß und Rot angestrahlt werden.

+++ 11:32 Uhr: Ex-Präsident Sarkozy zu den Anschlägen +++

Nicolas Sarkozy, der ehemalige französische Präsident, zu der Anschlagsserie in der Pariser Innenstadt: „Nichts wird mehr so sein wie früher. Das französische Volk ist fest entschlossen, diese Barbaren zu besiegen. Es sind schon viel zu viele Menschen durch die Waffen der Terroristen gestorben.“

+++ 11:20 Uhr: Italien sichert Solidarität zu +++

Italiens Regierungschef Matteo Renzi hat Frankreich nach den Terroranschlägen von Paris Solidarität und Unterstützung versprochen. "Italien steht an der Seite Frankreichs, eines mutigen und ehrenwerten Landes, das heute ins Herz getroffen wurde", sagte Renzi am Samstag in Rom.

+++ 11:14 Uhr: Drei Tage Staatstrauer in Frankreich +++

Ganz Frankreich wird drei Tage lang trauern, das gab Präsident Hollande nach einer Sitzung seines Sicherheitskabinetts bekannt: "Ich habe ein Dekret erlassen, um drei Tage Staatstrauer anzuordnen."

+++ 11:12 Uhr: Kaum noch Blutkonserven in Pariser Krankenhäusern +++

Die Krankenhäuser in Paris sind voll - in den Einrichtungen sind kaum noch Blutkonserven vorhanden. Die Menschen stehen vor den Kliniken Schlange, um Blut zu spenden.

+++ 11:02 Uhr: Hollande macht IS verantwortlich +++

In seiner Rede an die Nation machte der französische Staatspräsident Francois Hollande die Terrormiliz "Islamischer Staat" für die Anschlagsserie in Paris verantwortlich. Weiter sagte er: "Was sich gestern ereignet hat, ist ein Kriegsakt, und dem gegenüber, muss das Land die angemessenen Entscheidungen treffen."

+++ 11:01 Uhr: Auckland gedenkt Paris +++

Die Welt in Gedanken bei den Opfern und Angehörigen der Terroranschläge in Paris.

+++ 10:58 Uhr: Polizei verstärkt deutsch-französische Grenze +++

Nach den Terroranschlägen in Paris hat die Bundespolizei ihre Einsatzkräfte entlang der deutsch-französischen Grenze verstärkt. "Die Beamten konzentrieren sich insbesondere auf die Überwachung der Zugverbindungen und des Flugverkehrs", sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Samstag in Potsdam. In den Zügen und auf den Bahnhöfen seien mehr Streifen unterwegs. Auch auf den Flughäfen seien die Verbindungen von und nach Frankreich im Blick der Bundespolizei. "Es gibt keine Passkontrollen, aber wir achten genau darauf, wer da in den Flieger steigt", sagte der Sprecher. Über weitere Maßnahmen werde im Laufe des Tages entschieden.

+++ 10:42 Uhr: DFB-Team sicher in Frankfurt gelandet +++

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist am Samstagmorgen sicher in Frankfurt am Main gelandet. Während der Anschlagsserie in Paris verbrachte die gesamte DFB-Delegation die Nacht im Stadion. Die Entscheidung, ob das Spiel gegen die Niederlande stattfindet, steht noch aus.

+++ 10:38 Uhr: Pariser Polizeichef: Alle Attentäter tot +++

Der Chef der Pariser Polizei geht davon aus, dass alle verantwortlichen Attentäter tot seien. Sieben sprengten sich selbst in die Luft, einer wurde von der Polizei erschossen. Dennoch sagt er weiter, dass diese acht Männer den Anschlag nicht alleine geplant hätten.

+++ 10:30 Uhr: Möglicher Terror-Komplize in Rosenheim gefasst +++

Laut Informationen des "BR" haben Schleierfahnder der Rosenheimer Polizei vor wenigen Tagen einen Mann festgenommen, der möglicherweise mit der Pariser Anschlagsserie in Verbindung steht. Hier geht's zur Meldung.

+++ 09:48 Uhr: Zahl der Toten bei mindestens 127 +++

Bei den Terrorattacken in Paris sind nach neuesten Erkenntnissen mindestens 127 Menschen getötet worden. Etwa 180 wurden verletzt, 80 davon lebensgefährlich, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Samstag unter Berufung auf Polizeiquellen. Die Angaben wurden berichtigt, zuvor wurde von mehr als 150 Toten ausgegangen.

+++ 09:39 Uhr: Papst Franziskus: "Angriff auf den Frieden" +++

Papst Franziskus hat bestürzt und tief betroffen auf die Terroranschläge von Paris reagiert. "Wir sind erschüttert von dieser neuen Demonstration irrsinniger terroristischer Gewalt und des Hasses, die wir gemeinsam mit dem Papst auf die radikal möglichste Art und Weise verurteilen", sagte Papst-Sprecher Federico Lombardi am Samstagmorgen laut Radio Vatikan. "Wir beten für die Opfer und für das gesamte französische Volk", ergänzte er. "Es handelt sich um einen Angriff auf den Frieden der gesamten Menschheit, der eine entschlossene uns solidarische Reaktion von uns allen verlangt."

+++ 09:35 Uhr: Nahezu alle Pariser Einrichtungen am Samstag geschlossen +++

In Paris bleiben nach der Anschlagsserie praktisch alle Einrichtungen der Stadt am Samstag geschlossen. Das teilte die Hauptstadt Frankreichs auf ihrer Homepage mit. Betroffen sind unter anderem Museen, Bibliotheken, Sporthallen oder auch Schwimmbäder. Bei den Anschlägen, die sich an mindestens sechs verschiedenen Orten in Paris und einem Vorort ereignet hatten, waren am Freitagabend mindestens 120 Menschen getötet worden.

+++ 09:25 Uhr: Internationale Presseschau zum Unglück +++

Nach der terroristischen Anschlagsserie in Paris steht ganz Frankreich unter Schock! Mehr als 120 Menschen sind tot, rund 200 Personen verletzt - Staatspräsident Hollande hat den Notstand verhängt und sämtliche Landesgrenzen geschlossen. Das schreibt die internationale Presse zu dem katastrophalen Unglück.

+++ 09:22 Uhr: Merkel äußert sich im Kanzleramt +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Frankreich nach den Terroranschlägen von Paris "jedwede Unterstützung" zugesichert, die Deutschland bieten könne. "Wir, die deutschen Freunde, wir fühlen uns Ihnen so nah", sagte die CDU-Politikerin am Samstagmorgen im Kanzleramt in Richtung der Opfer.

+++ 09:07 Uhr: "Akt der Barbarei" +++

Polen hat die Terroranschläge von Paris als "Akt der Barbarei in einem noch nicht dagewesenen Maß" verurteilt. In einer am Samstag vom Warschauer Außenministerium veröffentlichten Stellungnahme hieß es, Polen sei tief erschüttert von der Anschlagserie am Freitagabend. "In diesen schwierigen Momenten sind unsere Gedanken bei denen, die unter den Anschlägen gelitten haben, und bei allen Einwohnern von Paris und Frankreich."

+++ 09:00 Uhr: De Maizière kommt zu Beratungen nach Berlin +++

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wird am Samstag mit den Vertretern der Sicherheitsbehörden des Bundes in Berlin über Konsequenzen aus den Attentaten in Paris beraten. Er werde seinen Auftritt beim Landesparteitag der CDU in Sachsen stark verkürzen und dann sofort in die Hauptstadt aufbrechen, teilte sein Ministerium am Samstag in Berlin auf Anfrage mit. Das Ministerium ordnete bundesweite Trauerbeflaggung der obersten Bundesbehörden und ihrer Geschäftsbereiche sowie der Behörden des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht von Bundesbehörden unterstehen, an. Dies geschehe als Zeichen der Anteilnahme und Solidarität mit dem französischen Volk nach der abscheulichen Anschlagsserie in Paris.

+++ 08:35 Uhr: Vatikan schaltet sich ein +++

Auch der Vatikan hat sich zu Wort gemeldet: Er fordert entschiedene Reaktionen auf den "menschenmörderischen Hass" der Attentäter.

+++ 08:24 Uhr: Pariser Krankenhäuser leiten "Plan blanc" ein +++

Die öffentlichen Krankenhäuser in Paris haben nach den Terrorattacken vom Freitagabend nach Medienberichten den sogenannten "Plan blanc" eingeleitet. Wie die Zeitung "Le Monde" auf ihrer Homepage am Samstagmorgen schrieb, wurden alle Hospitäler in Alarmbereitschaft versetzt. Dasselbe gelte für Notfalldienste und alle weiteren öffentlichen Gesundheitseinrichtungen. Den "weißen Plan" gibt es seit 2004, er tritt nur in Ausnahmesituationen in Kraft.

+++ 07:42 Uhr: Keine Gewissheit über deutsche Opfer +++

Das Auswärtige Amt berichtet, dass es noch keine Gewissheit gäbe, ob unter den Opfern der Anschlagsserie auch Deutsche sind.

+++ Zusammenfassung um 07:00 Uhr +++

Für all diejenigen, die erst jetzt zu unserem Liveticker hinzugestoßen sind - das Wichtigste der vergangenen Nacht:

- Bei einer Terrorserie in Paris werden mindestens 127 Menschen getötet. Mehr als 200 werden zum Teil schwer verletzt.

· Die Attentäter schossen an sechs verschiedenen Orten in Paris wild um sich und zündeten mehrere Bomben. Allein in der Konzerthalle "Bataclan" richteten sie ein Massaker mit mindestens 80 Toten an. Vier Tote gab es in der Nähe des Stadions Stade de France, wo gerade das Länderspiel Deutschland gegen Frankreich stattfand.

· Präsident François Hollande rief in einer Fernsehsprache an die Nation den Ausnahmezustand aus. Zugleich sagte er dem Terrorismus "erbarmungslosen" Kampf an. Die Grenzkontrollen wurden verstärkt

· Die genauen Hintergründe der Angriffe sind auch nach Stunden noch unklar. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen Terrorismus ein. Befürchtet wird, dass sich Attentäter oder Komplizen noch auf freiem Fuß befinden könnten. Nach Polizeiangaben starben mindestens acht Angreifer.

+++ 06:48 Uhr: Website zum Melden von Vemissten +++

Das französische Innenministerium hat eine Website freigeschaltet, auf der die Menschen in Frankreich Vermisste melden aber auch den Sicherheitsbehörden Fahndungshinweise mitteilen können.

+++ 06:13 Uhr: Terroristen hatten sechs Anschlagsziele +++

Bei den Anschlägen haben Terroristen an unterschiedlichen Orten in der französischen Hauptstadt zugeschlagen. Zunächst war von sieben Orten die Rede, der zuständige Staatsanwalt François Molins sprach dann von sechs Anschlagsorten:

+++ 05:52 Uhr: Obama telefoniert mit Hollande +++

US-Präsident Barack Obama hat dem französischen Präsidenten François Hollande kondoliert. Wie das Weiße Haus in der Nacht zu Samstag nach einem Telefonat der beiden Politiker mitteilte, sicherte Obama dem französischen Volk erneut die "unerschütterliche und standhafte" Unterstützung der Vereinigten Staaten zu. Der US-Präsident bekräftigte auch das Angebot, den französischen Behörden bei den Ermittlungen behilflich zu sein. Die beiden Staatsoberhäupter sagten einander zu zusammenzuarbeiten, um die "Geißel des Terrorismus" zu besiegen.

+++ 05:22 Uhr: U2 sagen Paris-Konzert ab +++

Nach der verheerenden Terrorserie in Paris hat die Band U2 ein für Samstag geplantes Konzert in der französischen Hauptstadt abgesagt. "Mit Fassungslosigkeit und schockiert haben wir die sich entwickelnden Ereignisse in Paris verfolgt", hieß es auf der Internetseite der Gruppe. "Wir sind am Boden zerstört angesichts der Toten beim Eagles-of-Death-Metal-Konzert." Wegen des andauernden Ausnahmezustands in Frankreich werde das Konzert daher nicht wie geplant stattfinden. Die Band sei aber entschlossen, es nachzuholen.

+++ Zusammenfassung um 04:55 Uhr +++

· Bei einer Terrorserie in Paris werden mindestens 120 Menschen getötet. Mehr als 200 werden zum Teil schwer verletzt.

· Die Attentäter schossen gestern Abend an sieben verschiedenen Orten in Paris wild um sich und zündeten mehrere Bomben. Allein in der Konzerthal

· Präsident François Hollande rief in einer Fernsehsprache an die Nation den Ausnahmezustand aus. Zugleich sagte er dem Terrorismus "erbarmungslosen" Kampf an. Die Grenzkontrollen wurden verstärkt

· Die genauen Hintergründe der Angriffe sind auch nach Stunden noch unklar. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen Terrorismus ein. Befürchtet wird, dass sich Attentäter oder Komplizen noch auf freiem Fuß befinden könnten. Nach Polizeiangaben starben mindestens acht Angreifer.

+++ 04:27 Uhr: Schwester von Frankreichs Natuionalspieler war im "Bataclan" +++

Frankreichs Nationalspieler Antoine Griezman hat nach dem Ende der Partie gegen Deutschland um das Leben seiner Schwester gebangt. Sie gehörte nach Angaben des 24-Jährigen zu den Besuchern in der Konzerthalle in Paris, in der mindestens 70 Menschen bei einem Attentat getötet wurden. "Gott sei Dank hat meine Schwester aus dem Bataclan rauskommen können", schreibt Griezman bei Twitter.

+++ 04:01 Uhr: Alle Attentäter tot? +++

Der französische Polizeichef geht davon aus, dass alle Attentäter tot sind. Inzwischen wird bekannt, dass drei der Terroristen im Club "Bataclan" wohl einen Sprengstoffgürtel getragen haben. Damit sollen sie sich beim Sturm auf das Gebäude selbst in die Luft gesprengt haben. Insgesamt kamen bei dem Blutbad vermutlich mehr als 100 Menschen ums Leben.

+++ 03:41 Uhr: So reagiert die Welt +++

Führende Politiker haben ihre Solidarität mit Frankreich und ihr Entsetzen über den Terror ausgedrückt. Von Merkel bis Obama: die Reaktionen im Üerblick

+++ 03.11 Uhr: Widersprüchliche Angaben +++

In der Umgebung des Stade de France sind nach Ermittlerangaben vier Menschen gestorben. Bei dreien davon handele es sich ohne Zweifel um Terroristen, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP . Der Fernsehsender BFMTV spricht dagegen von zwei toten Terroristen am Stadion im nördlichen Pariser Vorort Saint-Denis.

+++ 02:50 Uhr: Chaotische Szenen in Restaurant +++

Kurzer Blick zurück: Im Pariser Osten hat es nach den Terrorattacken chaotische Szenen gegeben. Der Geschäftsführer eines Restaurants im zehnten Stadtbezirk berichtet dem Sender France Info, Gäste seien nach Explosionen auf der Straße in sein Lokal geflüchtet, um sich dort zu schützen. Eine Anwohnerin desselben Bezirks berichtet, sie habe mindestens 20 Explosionen gehört.

+++ 02:38 Uhr: Wie ist die Gefährdungslage in Deutschland? +++

Deutsche Sicherheitsbehörden analysieren zur Stunde die Gefährdungslage in der Bundesrepublik. "Deutschland steht unverändert im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus", erklärt das Bundesinnenministerium. Die Sicherheitsbehörden stünden mit den französischen Sicherheitsbehörden im engen Austausch.

+++ Zusammenfassung um 02:30 Uhr +++

Es ist jetzt etwa sieben Stunden her, dass die ersten Detonationen Paris erschüttert haben. Hier fassen wir die dramatischen Ereignisse zusammen:

- Paris ist erneut von einer beispiellosen Terrorserie erschüttert worden. Bei Anschlägen an mehreren Orten wurden nach Medienberichten mindestens 120 Menschen getötet, viele weitere zum Teil schwer verletzt.

· Die französische Regierung verhängte mit sofortiger Wirkung den Ausnahmezustand. Die Grenzen sollen geschlossen bleiben. 1500 zusätzliche Soldaten wurden mobilisiert. Bundesinnenminister Thomas de Maizière bietet Paris Hilfe durch deutsche Spezialkräfte an.

· Nach Polizeiangaben gab es Angriffe an mindestens sieben verschiedenen Orten. Allein in einer der bekanntesten Konzerthallen der französischen Hauptstadt, dem "Bataclan", starben nach Medienberichten mindestens 70 Menschen. Auch vier Terroristen wurden getötet. Die Behörden gehen davon aus, dass weitere Täter noch auf der Flucht sind.

· Im Club "Bataclan" hatten mehrere Terroristen um sich geschossen, Geiseln genommen und "Allah ist groß" gerufen. Laut Augenzeugen schossen die Täter mehr als zehn Minuten wild um sich. Beim Versuch der Polizei, die Geiselnahme zu beenden, wurden drei der Angreifer getötet.

· Zu den weiteren Angriffsorten gehörte auch die Umgebung des Stade de France, wo ein Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Frankreich stattfand. Im Stadion waren während der ersten Halbzeit zwei schwere Explosionen zu hören.

+++ Angeblich mindestens vier Terroristen tot +++

Ermittler geben bekannt, dass mindestens vier Terroristen getötet worden sein sollen. Dies meldet die französische Nachrichtenagentur AFP.

+++ DFB-Elf befindet sich noch im Stadion +++

Noch einmal ein Blick zur DFB-Elf: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft befindet sich noch immer im Stadion von St. Denise. Spieler und Betreuer sollen offenbar in mehreren Kleinbussen aus dem Stade de France befördert werden. Dem Vernehmen nach wurde eine Fahrt im Mannschaftsbus des Weltmeisters aus Sicherheitsgründen als nicht sinnvoll eingeordnet. Der schwarze Teambus ist sehr auffällig, auf ihm prangt groß der Schriftzug "Die Mannschaft". Das Teamhotel ist rund eine halbe Stunde Fahrzeit von der EM-Arena entfernt

Lesen Sie hier: Zehn Monate nach "Charlie Hebdo" - Paris wieder im Visier des Terrors

+++ Etwa 100 Tote im Club "Bataclan" +++

Bei dem Terrorangriff auf die Konzerthalle "Bataclan" in Paris hat es mehrere Dutzend Tote gegeben. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittler. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Le Point" wurden beim Versuch der Polizei, die Geiselnahme zu beenden, zwei der Angreifer niedergestreckt.

+++ Konzerthalle gestürmt - zwei Terroristen tot +++

Jetzt berichten Fernsehsender, dass die Halle des Clubs "Bataclan" von der Spezialeinheit gestürmt worden sei. Dabei seien zwei Terroristen ums Leben gekommen. Nähere Informationen liegen noch nicht vor.

+++ Franzosen bieten deutschen Fans Quartiere an +++

Eine Geste der Freundschaft in den Stunden der Trauer und des Schmerzes: Einwohner in Paris haben den Fans der französichen Nationalmannschaft Quartiere für die Nacht angeboten. Kontakt unter dem mTweitter-Hashtag #porteouverte

+++ Terroristen riefen "Allah ist groß" +++

Bei dem Terrorangriff im Pariser Club Bataclan haben Terroristen geschossen und "Allah ist groß" gerufen. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Augenzeugen

+++ Spezialeinheit soll Konzertsaal stürmen +++

Wie die "Le Monde" berichtet, soll die Spezialeinheit GIGN zum Konzertsaal "Bataclan" geschickt worden sein, in dem die Geiselnahme läuft. Es wird damit gerechnet, dass das Gebäude gestürmt wird. Die französischen Behörden haben die TV-Sender gebeten, nicht mehr aus der Nähe des Konzerthauses live zu übertragen.

+++ Mindestens sieben Angriffsziele +++

Bei der Terrorserie am Freitag in Paris gab es Angriffe an mindestens sieben Orten. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittler.

+++Augenzeuge: Terroristen schossen zehn Minuten in Konzertsaal+++

Die Terroristen haben im Pariser Konzertsaal "Bataclan" laut einem Augenzeugen etwa zehn Minuten mit Kalaschnikows um sich geschossen. Ein Radioreporter, der zufällig im "Bataclan" war, erzählte dem US-Sender CNN, die Männer seien schwarz gekleidet gewesen und hätten wahllos in die Menge geschossen.

Sie seien nicht maskiert gewesen. Ein Geiselnehmer, dessen Gesicht er gesehen habe, sei um die 20 bis 25 Jahre gewesen. Er selbst habe fliehen können. Am Ausgang habe er mindestens 20 Leichen und zahlreiche Verletzte gesehen. Ein Freund verstecke sich noch immer Theater, er stehe im SMS-Kontakt mit ihm, erzählte der Radioreporter.

+++ Hollande verhängt Ausnahmezustand +++

Frankreichs Präsident Hollande hat wegen der Anschlagsserie an mehreren Orten in Paris den Ausnahmezustand verhängt. Zugleich kündigte er am Freitagabend die Schließung der Grenzen an. Das Militär solle verstärkt werden, um weitere Anschläge zu verhindern.

+++ Obama: Abscheulicher Versuch zur Terrorisierung der Welt +++

US-Präsident Barack Obama hat die Anschläge von Paris mit Dutzenden Toten als "abscheulichen Versuch" verurteilt, die Welt zu terrorisieren. Es handele sich nicht nur um Anschläge auf Paris oder das französische Volk, sondern auf die gesamte Menschheit, sagte Obama am Freitag in Washington. Es sei zu früh, um darüber zu spekulieren, wer für die Attacken verantwortlich sei. Obama bot die Hilfe Amerikas bei der Bekämpfung des Terrors an. "Wir werden tun, was immer auch getan werden muss, um diese Terroristen zur Verantwortung zu ziehen", sagte der US-Präsident.

+++ CNN: Schießerei vor dem Louvre +++

Laut CNN gab es auch in einem Einkaufszentrum und vor dem Louvre Schießereien

+++ Cameron schockiert über Anschläge in Paris - bietet Hilfe an+++

Der britische Premierminister David Cameron hat sich schockiert über die Anschläge in Paris mit vielen Toten geäußert. Zugleich bot er Hilfe an. Großbritannien werde tun, "was immer wir tun können, um zu helfen", sagte er am Freitagabend. Er sei in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen.

+++ Medienberichte: Hollande ruft Ausnahmezustand aus +++

Laut Medienberichten schließt Frankreich seine Grenzen, damit die Attentäter nicht entkommen können.

+++ Mindestens 60 Tote +++

Nach Informationen von BFMTV sind mindestens 60 Menschen getötet worden. Dies berichtete der französische Fernsehsender am Freitagabend.

+++Geisenahme in Konzertsaal +++

In einem Konzertsaal in Paris kam es zu einer Geislnahme mit 100 Menschen. Wie die Ereignisse zusammenhängen ist derzeit nicht klar.

+++ Explosionen in der Nähe des Stade de France +++

Im Bereich des Stadions Stade de France, wo die deutsche Nationalmannschaft gegen Frankreich spielte, waren in der ersten Halbzeit mehrere Explosionsgeräusche zu hören. Zunächst wusste aber niemand, worum es sich dabei handelte. Etwa eine halbe Stunde vor Ende der Partie in Saint-Denis machten erste Gerüchte über Bombenexplosionen die Runde. Hubschrauber kreisten mittlerweile über dem ausverkauften Stadion. Der französische Präsident Francois Hollande verließ sofort das Stadion.

Ansonsten kamen die Zuschauer zunächst nicht mehr raus, mit einem Sicherheitsband war das Stadion abgeriegelt. Ordnungskräfte forderten die Menschen, die hinausgegangen waren, um sich ein Bild über die Situation zu machen, auf, wieder ins Stadion zu gehen.

+++ Explosionen und Schießereien: Mehrere Tote +++

Ein Polizeisprecher bestätigte der DPA am Freitagabend, im 10. Arrondissement der Hauptstadt seien Schüsse gefallen, er konnte zunächst aber keine Details nennen. Zudem habe es Zwischenfälle im Bereich des Stade de France gegeben, wo die deutsche Nationalmannschaft gegen Frankreich spielte.

Mehrere französische Medien berichten von mindestens 30 Toten. An verschiedenen Orten habe es demnach Schießereien gegeben. In unmittelbarer Nähe zum Stade de France, wo das Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland stattfand, soll zudem eine Bombe hochgegangen sein.

 

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