Termin vorm Arbeitsgericht Einseitige Vertragsverlängerung: Nächster Akt in der Matmour-Posse

Die Fronten sind verhärtet: Mittelfeldspieler Karim Matmour und Interimsgeschäftsführer Anthony Power. Foto: dpa/AZ

Der aussortierte Löwe soll eine Option gezogen haben, die seinen Vertrag verlängert.

 

München - Der Fall Matmour geht beim TSV 1860 in die Verlängerung. Karim Matmour, algerisch-französischer Profi der Löwen, soll seinen bis 2018 laufenden Vertrag laut eines Medienberichts von "Sport1" um ein Jahr verlängert haben – obwohl der Klub alles tut, um den 31-Jährigen loszuwerden.

Geht nicht? Geht eben doch, wie das Online-Portal erfahren haben will. Möglich macht die ungewöhnliche Maßnahme eine einseitige Option, die der zur U21 degradierte Mittelfeldakteur gezogen haben soll. Auf AZ-Nachfrage wollten die Giesinger dazu am Sonntag mit dem Hinweis, "Vertragsdetails vertraulich zu behandeln" keinerlei Stellungnahme abgeben.

Unter dem inzwischen geschassten Trainer Kosta Runjaic war Matmour im Sommer als Wunschspieler von Huddersfield Town (England) an die Grünwalder Straße gewechselt. Er konnte aber sportlich nie recht überzeugen und spielte unter Neu-Coach Vitor Pereira zuletzt keine Rolle mehr bei den Löwen.

Zudem sorgte kürzlich eine Einladung von Investor Hasan Ismaik an die Mannschaft zum Abendessen für Aufsehen. Matmour und seine Ehefrau Manel Filali hatte man nach einem Zerwürfnis mit der 1860-Führungsriege kurzfristig wieder ausgeladen.

Während die Sechzger den Profi nach wie vor loswerden wollen, hat sich dieser einen Anwalt genommen und klagt gegen die Löwen, weil er sich nicht dem Vertrag entsprechend behandelt fühle. Nun hat er offenbar verlängert, um sogar noch länger sein Gehalt kassieren zu können. Ein kurzfristig angesetzter Verhandlungstermin für Montag dürfte allerdings darauf hinauslaufen, dass das unschöne Kapitel vor dem Arbeitsgericht beendet wird. Der nächste Akt in der Matmour-Posse.

 

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