Tatort Stachus Versuchte Vergewaltigung: Wachmänner verhindern Missbrauch

Tatort Stachus: Am Mittwoch, den 20.05., versuchte ein 25-Jähriger, sich an einer Betrunken in einem Parkhaus zu vergehen. Foto: dpa

Prozess am Landgericht: 25-Jähriger will sich laut Anklage an einer Bewusstlosen vergehen. Er streitet die Tat ab.

 

München - Stachus, die Nacht zum 20. Mai: Ein Mann schleppt und zieht eine Frau, die offensichtlich nicht mehr Herr ihrer Sinne ist, in ein Treppengeschoss der Stachuspassagen. Auf der Videoüberwachung sehen zwei Sicherheitskräfte, dass da was nicht stimmen kann.

Die beiden jungen Männer laufen in das Treppenhaus und sehen noch, wie sich der Mann mit heruntergezogenen Hosen an der Bewusstlosen zu schaffen macht. Als sie ihn ansprechen, steht er auf – Unter der Boxer-Short ist eine Erektion erkennbar.

Die beiden Wachmänner haben wohl einen sexuellen Missbrauch verhindert. Laut Anklage hatte der 25-Jährige Thekla F. (Name geändert) kurz zuvor am Hauptbahnhof kennengelernt. Da hatte die Frau – sie war auf dem Weg von ihrer Mutter zu ihrem Freund – bereits zwei Halbe intus und soll sich dann mit einer unbekannten Droge noch zusätzlich berauscht haben.

Der Angeklagte habe das erkannt und entschloss sich daraufhin, das auszunutzen und sich an seinem Opfer zu vergehen. Da Thekla F. nicht einmal mehr in der Lage war, alleine zu gehen, umklammerte sie der Täter und zerrte sie fort. Im Stachus-Treppengeschoss setzte er sie auf den Boden, lehnte ihren Oberkörper an eine Tür. In diesem Moment habe sie dann endgültig das Bewusstsein verloren.

Der 25-Jährige habe sich sofort seine Hosen runtergezogen – er trug Jogginghose und Jeans übereinander – und dann die Beine der Frau gespreizt. Die Sicherheitsarbeiter haben noch gesehen, wie er seine Hand auf den Oberschenkel der Frau hatte und riefen: „Lassen Sie die Frau in Ruhe!“ Thekla F. wurde ins Krankenhaus gebracht, erwachte erst zwölf Stunden später aus ihrer Bewusstlosigkeit.

Der Angeklagte stritt die Tat zu Prozessbeginn ab und erklärte stattdessen, dass er der Frau nur helfen wollte. Der Prozess dauert an.

 

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