Tarifstreit mit Verdi MVG-Streik am Donnerstag: Bei der U-Bahn geht gar nichts!

, aktualisiert am 13.06.2018 - 10:36 Uhr
Am Donnerstag soll es bei der MVG zu Warnstreiks kommen. Foto: dpa

Bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) kommt es am Donnerstag zu einem mehrstündigen Warnstreik. Das wird massive Auswirkungen auf den Nahverkehr haben. Im Idealfall sollte man auf die öffentlichen Verkehrsmittel verzichten.

München - Im Tarifkonflikt für den öffentlichen Nahverkehr kommt es am Donnerstag bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zu mehrstündigen Warnstreiks. Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter im Fahrdienst zu einem Warnstreik von 4 Uhr bis 8 Uhr aufgerufen, die Beschäftigten in allen anderen Unternehmensteilen von 6 Uhr bis 10 Uhr.

"Dies wird bei U-Bahn, Tram und Bus massive Einschränkungen verursachen", so die MVG. Fahrgäste sollen die MVG-Verkehrsmittel bis zum Mittag meiden!  Der MVG zufolge sei allerdings noch nicht absehbar, wie viele Mitarbeiter dem Streikaufruf tatsächlich folgen werden.

Gewerkschaft will mehr Lohn erreichen

Verdi kämpft seit mehreren Wochen für mehr Geld. Seit Mai laufen die Verhandlungen für einen neuen "Tarifvertrag Nahverkehrsbetriebe Bayern". Verdi will sieben Prozent mehr Lohn oder aber mindestens 220 Euro monatlich mehr. Außerdem soll es bessere Schichtarbeits-Bedingungen geben. Bereits am Mittwoch standen in Regensburg und Augsburg Busse und Straßenbahnen still. Am Donnerstag folgt nun München.

MVG-Streik: So fahren die Verkehrsmittel am Donnerstag

Wie die MVG am Mittwochmorgen mitteilte, sind bisher folgende Auswirkungen am Streiktag absehbar:

  • U-Bahn: Die U-Bahn bleibt bei Betriebsbeginn geschlossen. Es findet kein Zugverkehr statt.
  • Tram: Bei der Tram können voraussichtlich lediglich die Linien 19 und 20 fahren. Je nachdem, wie viel Personal zur Verfügung steht, werden auch weitere Linien bedient.
  • Bus: Auf vielen Linien kann voraussichtlich ein eingeschränktes Angebot mit unregelmäßigen Takten angeboten werden. Die MVG rechnet damit, dass jedes zweite Fahrzeug fahren kann.

"Wer kann, sollte die MVG-Verkehrsmittel am Donnerstag bis mittags meiden. Bitte planen Sie morgen mehr Zeit ein als üblich und weichen Sie, wenn möglich, auf die S-Bahn und MVV-Regionalbusse aus. Diese werden nicht bestreikt. Rechnen Sie aber auch dort mit deutlich erhöhtem Fahrgastaufkommen", so die MVG in ihrer Mitteilung.

MVG-Warnstreik: Wann läuft der Regelbetrieb wieder?

Nach Beendigung der Streikmaßnahmen wird es noch einige Stunden dauern, bis U-Bahn, Tram und Bus wieder regelmäßig und in vollem Umfang fahren. Die Fahrer müssen zunächst zu ihren Fahrzeugen kommen, die Züge in das Netz einfädeln und von der Leitstelle in den Fahrplan eingetaktet werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass nicht alle Züge gleichzeitig ausrücken können, um die Fahrstromversorgung nicht zu überlasten. Erst gegen Mittag ist mit einem regelmäßigen Betrieb zu rechnen. Beim Bus werden Störungen bis in den späten Vormittag hinein erwartet.

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