Tag der Museen Von der Weißwurst bis zum Weihnachtsschmuck

Historische Bieselaccesoires im Museum in Thurnau. Foto: Nicolas Armer/dpa

Am Sonntag ist Internationaler Tag der Museen. Für alle, die keine Lust auf Archäologie oder Gemälde haben, gibt es auch kuriose Ausstellungen.

 
  • Das ganze Jahr Fasching: Obwohl oft Köln und Mainz als närrische Hochburgen gelten, hat Unterfranken das dazu passende Museum. In Kitzingen steht das offizielle Deutsche Fastnachtmuseum. Mehr als 10 000 Masken, Kostüme, Schmuck, Festschriften, Bücher, Bilder, Tonaufnahmen und Filme erzählen hier die Geschichte von Fasching, Fastnacht und Karneval.
  • Historische Töpfchen: Zugegeben, es ist auf den ersten Blick keine allzu appetitliche Angelegenheit. Anita Hofmann sammelt Nachttöpfe. Dass sie inzwischen mehr als 200 davon besitzt, hat sie dazu bewogen, 2014 ihr eigenes Museum zu eröffnen. Und so kann man in Thurnau (Landkreis Kulmbach) in Oberfranken Nachttöpfe vor allem aus der Gründerzeit und dem Jugendstil bestaunen und allerlei kuriose Geschichten rund um das Porzellan hören.
  • Museum mit Wurstprobe: Metzgermeister Norbert Wittmann aus dem oberpfälzischen Neumarkt kam in den Besitz einer kompletten, rund 150 Jahre alten und original erhaltenen Metzgerei-Ausstattung. Im 1. Bayerischen Metzgerei- und Weißwurstmuseum sind nun die nostalgischen Gerätschaften, fast alle noch funktionstüchtig, auf 150 Quadratmetern in der Reihenfolge ihrer früheren Verwendung ausgestellt.
  • Humor im Isartor: Da ist der Nagel, an den Karl Valentin – mit bürgerlichem Namen Valentin Ludwig Fey – seinen Job als Schreiner gehängt hat. Oder die alte Schachtel, die auch einmal eine junge war. Im Turm des Münchner Isartors residiert das Valentin-Karlstadt-Musäum, benannt nach dem Komiker und seiner Bühnenpartnerin Liesl Karlstadt. Auch die Öffnungszeiten im Museum sind valentinesk: Von 11.01 bis 17.29 Uhr.
  • Die Südsee in Bayern: Im grünen, hügeligen Allgäu gibt es ein Museum, das hier wohl die Wenigsten vermuten. Denn es beherbergt eine Südsee-Sammlung. Diese hat die Region dem Obergünzburger Karl Nauer zu verdanken, der sich einen Kindheitstraum erfüllte und zur See fuhr. 1913 übergab der Kapitän seiner Heimatgemeinde eine umfangreiche private Sammlung verschiedener Gebrauchs- und Kultgegenstände, die er von seinen Reisen mitgebracht hat.
  • Hier weihnachtet es: Das Weihnachtsmuseum in Rothenburg ob der Tauber, ins Leben gerufen von Privatleuten, befasst sich mit verschiedenen Facetten des traditionellen Festes – und das das ganze Jahr über. Neben altem Christbaumschmuck werden die Geschichte des Weihnachtsfestes dokumentiert und die verschiedenen Brauchtumsformen erforscht.
 

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